20.08.2022, 00:19
(Zuletzt bearbeitet: 21.08.2022, 13:31 von Kubrickian.)
Was haben manche Marveliten (par exemple: moi) lange auf diese Sache gewartet... Dass endlich die problem- & bösewicht-anpackende Cousine des grünen gamma-strahlen-"verarbeitenden" Marvelhelden mit dem Dr.-Seuss-Vokabular eigene echtbild-bewegte Momente auf der Leinwand bekommt, sei es auch erstmal heuer die TV-downsize'te im Streamingfenster!
Außerhalb einer bestimmten Sonderserie in den Papiercomics war diese Erfindung des immer nach neuen Zielgrupp€n fischenden Mr. Lees kein besonders gelungenes Phänomen - sie wurde zwar als lebenslustig und "voll da" (also eher keine mentale Beeinträchtigungen aufweisend) dargestellt, aber auch als klassisches kurviges Babe, die auch noch ständig mit meist "kleiner-gewachsenen" Männern flirtet. ("Gä-ä-ähn" machten auf Anhieb viele Comicfans, insbes. die feministischeren...) Dann aber kam ein neues Heft nur um sie, die Sensationelle, worin der zeichnende Meister-Autor Byrne damals
Damit wurde She-Hulk auch ein kritischer Hit, und auf dieser damals erstaunlichen Basis basieren m.E. alle weiteren Erfolge der Figur in Heften, animierten Serien und nun auch mit lebenden DarstellerInnen bei Disney+. Letztere Variante drohte natürlich auch immer recht teuer zu werden, weil die Hauptfigur in der grüneren Version immer visuell nachbearbeitet werden musste. (Das CGI ist auch deutlich besser geworden, als das was in den 1. Trailern zu sehen war.)
Die 1. halbstündige Folge ist nun erschienen... und gefiel diesem Rezensenten recht gut! Die hier gezeigte Grundlage der Rolle basiert wieder deutlich auf der Byrne-Version. (Juhuu!
) In den 1. & 3. Bullets der obigen Kurzliste hält sie sich sogar sehr gut daran. Ruffalos Hulk kommt in der Folge neben ihr im Wesentlichen vor, denn es geht darum, wie sie zur taffen freundlichen Riesin wurde, und welche Einführung sie dann dazu auf des "Professors" versteckten mexikanischen Insel bekommt.
Dieses erste Verflechten mit ihrem legendären Cousin, wie auch umgekehrt ihre Updates des männlichen Auges auf "me-too"-Eigenschaften des heutigen US-Lebens vieler Karrierefrauen (der bebrillte grüne Hüne staunt), fand ich sehr gelungen. Die feministischen Spitzen, die sich das weibliche Schreiberlinginnen-Team um Jessica Gao (of Rick & Morty fame!) ab & an gönnt, zementieren m.E. nicht zu spitz den modernen weiblichen Anspruch, den diese unwillige Superheldin hat.
Dass dann die Protagonistin eine gewisse deutliche Objektifizierung des blau-uniformierten Gesäßes eines einstigen Heldenkollegen des Cousins aufzeigt, ist lustig. Das abgeschnittene letzte Wort, dass sie juchzend von sich gibt am Episodenende zitiert übrigens ähnliche "cuts" aus früheren MCU-Filmen usw..
Momentanes Fazit also:
(Mal sehen, ob das so bleibt. Immerhin scheint die "Origin"-Sequenz von der ursprünglich 8. Folge auf die erste vorgezogen worden zu sein, was ein wenig nach Unsicherheit im letzten markt-recherchierenden Moment wg. dem "Landen" bei den jeweiligen Zielgruppen riecht.)
Werde jedenfalls die kommenden Do.-Abende mit Freude erwarten können!

(* Da irrte sich die Jen-Darstellerin Maslany - großartig im TV, übrigens - in einem Interview. She-Hulk war zwar eine der 1. 4.-Wand-Durchbrecherinnen, lange vor dem von mir wenig geliebten Deadpool, aber eben nicht von Anfang an. Das war Byrnes Beitrag u.a., zu ihrem Profil im Marvel-HeldInnen-Pantheon.)
Außerhalb einer bestimmten Sonderserie in den Papiercomics war diese Erfindung des immer nach neuen Zielgrupp€n fischenden Mr. Lees kein besonders gelungenes Phänomen - sie wurde zwar als lebenslustig und "voll da" (also eher keine mentale Beeinträchtigungen aufweisend) dargestellt, aber auch als klassisches kurviges Babe, die auch noch ständig mit meist "kleiner-gewachsenen" Männern flirtet. ("Gä-ä-ähn" machten auf Anhieb viele Comicfans, insbes. die feministischeren...) Dann aber kam ein neues Heft nur um sie, die Sensationelle, worin der zeichnende Meister-Autor Byrne damals
- die intelligente Seite der Heldin hervorhob, inkl. den ein oder anderen interessanten juristischen Fall,
- ihr "textend" Besonderheiten schenkte, z.B. eine Menge vergessener GegnerInnen ggü. stellte, womit die Heftserie plottechnisch eine hohe Vielfalt bewies, und
- sie "die 4. Wand" durchbrechen ließ, wo sie sich dann direkt an die Redakteurin der Heftserie, sich über Byrne mokierend, oder sogar an die Leserschaft, wandte!*
Damit wurde She-Hulk auch ein kritischer Hit, und auf dieser damals erstaunlichen Basis basieren m.E. alle weiteren Erfolge der Figur in Heften, animierten Serien und nun auch mit lebenden DarstellerInnen bei Disney+. Letztere Variante drohte natürlich auch immer recht teuer zu werden, weil die Hauptfigur in der grüneren Version immer visuell nachbearbeitet werden musste. (Das CGI ist auch deutlich besser geworden, als das was in den 1. Trailern zu sehen war.)
Die 1. halbstündige Folge ist nun erschienen... und gefiel diesem Rezensenten recht gut! Die hier gezeigte Grundlage der Rolle basiert wieder deutlich auf der Byrne-Version. (Juhuu!
) In den 1. & 3. Bullets der obigen Kurzliste hält sie sich sogar sehr gut daran. Ruffalos Hulk kommt in der Folge neben ihr im Wesentlichen vor, denn es geht darum, wie sie zur taffen freundlichen Riesin wurde, und welche Einführung sie dann dazu auf des "Professors" versteckten mexikanischen Insel bekommt.Dieses erste Verflechten mit ihrem legendären Cousin, wie auch umgekehrt ihre Updates des männlichen Auges auf "me-too"-Eigenschaften des heutigen US-Lebens vieler Karrierefrauen (der bebrillte grüne Hüne staunt), fand ich sehr gelungen. Die feministischen Spitzen, die sich das weibliche Schreiberlinginnen-Team um Jessica Gao (of Rick & Morty fame!) ab & an gönnt, zementieren m.E. nicht zu spitz den modernen weiblichen Anspruch, den diese unwillige Superheldin hat.

Dass dann die Protagonistin eine gewisse deutliche Objektifizierung des blau-uniformierten Gesäßes eines einstigen Heldenkollegen des Cousins aufzeigt, ist lustig. Das abgeschnittene letzte Wort, dass sie juchzend von sich gibt am Episodenende zitiert übrigens ähnliche "cuts" aus früheren MCU-Filmen usw..

Momentanes Fazit also:
(Mal sehen, ob das so bleibt. Immerhin scheint die "Origin"-Sequenz von der ursprünglich 8. Folge auf die erste vorgezogen worden zu sein, was ein wenig nach Unsicherheit im letzten markt-recherchierenden Moment wg. dem "Landen" bei den jeweiligen Zielgruppen riecht.)Werde jedenfalls die kommenden Do.-Abende mit Freude erwarten können!

(* Da irrte sich die Jen-Darstellerin Maslany - großartig im TV, übrigens - in einem Interview. She-Hulk war zwar eine der 1. 4.-Wand-Durchbrecherinnen, lange vor dem von mir wenig geliebten Deadpool, aber eben nicht von Anfang an. Das war Byrnes Beitrag u.a., zu ihrem Profil im Marvel-HeldInnen-Pantheon.)
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) Was für ein dadaistisches* Finale!
Damit wird sie zu einem tautologischen Schwarzen Loch, das man eigentlich gar nicht mehr kritisieren kann ohne sich selbst zu entblößen. Rhetorisch fortgeschrittener Dadaismus, I say... 