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Indiana Jones: Das Rad des Schicksals   (Indiana Jones & The Dial of Destiny)
2023
Genres Abenteuer | Action | Familie | Fantasy
Regie James Mangold
Cast Harrison Ford, Phoebe Waller-Bridge, Mads Mikkelsen, Toby Jones, Karen Allen
Inhalt Dr. Jones (Ford) scheint Ende der Sechziger in einer Endlosdepression gelandet zu sein, weswegen seine Frau (Allen) sich erstmal von ihm getrennt hat. Er ist ein "grumpy old man" geworden, wird aber auf diesem Pfad gestört durch das Auftauchen einer Patenenkelin (Waller-Bridge) die auf der Suche ist nach einem besonderen Artefakt, dass Jones und ein Kumpel namens Shaw (Jones), ihrem Vater, zur Zeit des 2. Weltkriegs geborgen hatten. Es scheint von einem Uralt-Weisen von vor Jahrtausenden geschaffen worden zu sein, und mit der CIA verflechtete Neo-Nazis um einen dt. Wissenschaftler Voller (Mikkelsen) wollen es auch unbedingt haben, für eigene dunkle Zwecke...
 USA
 154 min.
Hafen-Bewertung für diesen Film:
basierend auf 1 Stimme(n)
  • 1 Bewertung(en) - 4 im Durchschnitt
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4 / 5
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#1
Was ist los mit der Welt? Dieser abschließende Indiana-Jones-Film (der 4. nach dem vor über 3 Jahrzehnten (!) erschienenen Erstfilm um die mächtige tragbare Arche der Israeliten, als sie aus Ägypten flohen), der da draußen scheinbar öfter verrissen wird als nicht, ist m.E. völlig Ok, auch wenn es am Ende etwas megaloman wird. Klassische Elemente des I.J.-Rezeptes waren alle in diesem Film abgedeckt!

Ich kann mir das nur so erklären dass es mal wieder eine Folge ist von inzwischen rabiatem Anti-Wokeism, denn ca. die Hälfte der modernen Action-Sequenzen werden von einer taffen jungen Frau, seiner Patenenkelin eben, gestemmt, zusammen mit einem Short-Round-artigen jungenhaften Sidekick (arabischer Herkunft diesmal). Das macht sie ziemlich cool, bestimmt aber nicht zu moralin-verbrämt ggü. dem älteren Herrn mit dem Hut; Waller-Bridge ist eine sehr gute Casting-Wahl für diese Rolle!

Überhaupt waren Spielbergs I.J.-Filme m.E. schon immer etwas "woker" - neben dem "jüdischen James Bond" (O-Ton Spielberg, glaube ich) war auch immer eine taffe Frau zu gange, in 2 Filmen sogar teils oder ganz als potente Widersacherin. (BTW, dies ist der 1. Nicht-Spielberg-I.J.-Film! Er und Lucas waren nur Produzenten.)

Ansonsten fand ich den Film mutig & allgemein Ok geplottet - es geht um Indies Abgang ins Rentenalter, und wie er da am besten & mit reinem Gewissen ankommt. Letzteres, weil er dem Kumpel so ein Jahrzehnt früher versprochen hatte das gewichtige Artefakt zu verwalten, und dieser Pflicht nicht recht nachgekommen war... Ford spielt den geschwächten/nachdenklicheren Indie mit Bravour, auch wenn er bei Action-Szenen einen Touch zu rüstig war für meine Begriffe (s. auch 2. Bullet unten). Das hyper-bedeutungsvolle Ende ist man ja bei fast allen I.J.-Filmen gewohnt... Trotz

Ein paar Problemchen gab es auch für mich...
  • Dass die CIA-Dame zu

    blauäugig mit den inkognito Neo-Nazis
    umging, war etwas schwer zu schlucken. So wie sie aussieht, wo sie herkommt in den USA, war ihr über Monate/Jahre nicht klar, was die wirklich waren?
  • Der Film strotzt nur so von visuellen Manipulationen! Die ganze Intro-Sequenz schien mir etwas angeberisch, und letztendlich nicht völlig "canny" - sorry, Disney! - plus die Tuc-Tuc-Jagd-Fahrten durch eine mediterrane Stadt waren offensichtlich verschnellert und wer weiß noch wie manipuliert worden - evtl. hat da eine Menge Deepfaking stattgefunden für die Stuntmänner um Ford herum?
  • Physikmäßig gab es Ungereimtheiten: Was bitte haben die Bewegungen

    tektonischer Platten
    mit dem zu tun was das Artefakt kann? Das leuchtete m.E. nur Indie ein, auf dem Flugzeug, aber nicht mir... Und allgemein gibt es ja bei

    Zeitreisen
    das Dilemma, dass immer vergessen wird, dass sich der Planet zwischendurch Abertausende Male um sich selbst gedreht hat, und entspr. auch im Orbit um die Sonne - das alles müsste der "Mathematiker" berücksichtigt haben!! (Aber Letzteres gilt ja für alle solche Phantastik, schon seit Jahrhunderten.)
  • Ich hatte mir vom Titel her etwas Originelleres erhofft für dieses Ding, worum es dann die ganze Zeit (Juchu) ging. Tja.

Letztendlich nichts (sorry) Weltbewegendes!  Droh Deshalb gebe ich dem Film aus Sicht eines I.J.-Filme-Mögenden eine gute Note für den einigermaßen sauberen Abschluss der Reihe, so many years later: Wertung 4 von 5
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