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Squid Game  (Ojing-eo Geim)
2021—2025
Genres Drama | Horror
Umfang 22 Folgen (in 3 Staffeln)
Cast Lee Jung-Jae, Park Hae-Soo, Jung Hoyeon, Wi Ha-Joon, Oh Yeong-Su
Inhalt Dutzende in die Armut abgedriftete Personen verschiedensten Alters finden sich in einer tristen Lagerhalle wieder und werden von maskierten Wächtern in pinken Uniformen in ein perfides Spiel auf Leben und Tod eingewiesen; als Preisgeld warten viele Millionen auf den oder die letzte Überlebende. Was hat es mit dem "Squid Game" auf sich, bei dem die Teilnehmenden Kinderspiele in horrenden Greuel-Versionen nachspielen müssen?
Hafen-Bewertung für diese Serie:
basierend auf 3 Stimme(n)
  • 3 Bewertung(en) - 4 im Durchschnitt
4 von 5
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#1
Ich bin ja mittlerweile so ein Heitere-Welt-Opi, der Grauen, Horror und vor allem Psychospielchen in Filmen und Serien gar nicht mehr gut wegsteckt. Aber sowohl der koreanisch geprägte Anteil meiner Biografie, als auch der enoooorme Medienhype um Squid Game ließen mich letztlich doch einschalten und, eng an den Burschi gekuschelt, die zehn Folgen durchhalten.

Plus ist auf jeden Fall die zurecht hochgelobte Cinematografie, sowie die ziemlich neugierig stimmende Erzählung (auch wenn ich, no spoiler, für mich unsicher bin, inwieweit mir die Auflösung gefiel). Jung Hoyeon ist in ihrer Rolle als Saebyeok außerdem so eine krasse Präsenz Liebe

Minus fand ich hingegen...

dass die Serie zwar allerhand gesellschaftliche Probleme scharf in die Kritik nimmt, aber zum Thema LGBTQ irgendwie ganz schön tonedeaf ist? Denn während die Situation aller möglichen marginalisierten Gruppen so dargestellt wird, dass beim Publikum möglichst viel Mitleid entsteht...kommt Queerness lediglich als narrativer Trick vor, um die widerlichen westlichen Drahtzieher des Squid Games nur *noch* abscheulicher dastehen zu lassen. Anders gesagt: Dass Homosexualität nur einmal wirklich thematisiert wird, und zwar in einer schauderlichen Vergewaltigungssituation, wirft kein gutes Licht auf die Show – erst Recht nicht, wenn man weiß, wie es im Herkunftsland Südkorea um die öffentliche Meinung zu LGBTQ-Angelegenheiten steht. Das war für mich ein wirklich saurer Drops am Ende der ersten Staffel.
...sowie die dann doch etwas zuuuu heftige "Wegwerf-Darstellung" von extremster, menschenverachtender Gewalt. Die ist sicher in sich auch eine Allegorie auf gesellschaftliche Missstände, aber so kann man halt auch leicht mal wegrationalisieren, wenn man eigentlich einfach nur ultraviolence inszenieren will.

Insgesamt komme ich damit vorerst auf eine Wertung 4 von 5Minus!
Dieser Beitrag gefällt:    strubadur, vinnivinson
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