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Gelbe Briefe
2026
Genres Drama | Familie
Regie Ilker Çatak
Cast Özgü Namal, Tansu Biçer, Leyla Smyrna Cabas, İpek Bilgin
Inhalt Ein Künstler-Ehepaar in einem alternativen Ankara in den frühen 2000ern (ca.) wird vom Staat geschasst, als der Ehemann (Biçer), Professor und bekannter Theater-Autor, deutliche Sympathien zeigt für Demonstrationen gegen das Staatsverhalten in einem europ. Krieg anderswo (es wird die Ukraine angedeutet, aber das wäre ja dann eher heuer); daraufhin werden er und seine Frau (Namal), UND viele ihrer KollegInnen, nach und nach ausgeschlossen aus ihren Staatsaufträgen - sie im Theater, er an der Uni. Irgendwann kommen sogar die gelben Kündugungsbriefe in ihre Hände, beide können es kaum glauben, und sie müssen ihre nun zu teure Wohnung aufgeben. Derweil dreht sich die eher dramen-überdrüssige Teenage-Tochter (Cabas), zunehmend weg von den kabbelnden Eltern...
 Deutschland, Frankreich, Türkei
 128 min.
Hafen-Bewertung für diesen Film:
basierend auf 1 Stimme(n)
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#1
Der Goldene-Bär-Gewinner der Berlinale von vor wenigen Tagen ist ein größtenteils gelungener FIlm über eine Türkei in früheren Tagen unter Erdogan, als noch Widerstand "ging" in einigen Bereichen bevor der Staat zunehmend repressiv gegen jeden WIderspruch vorging...

Die 2 HauptdarstellerInnen beeindruckten sehr - die Mutter mit ihrer Leidenschaft, aber auch einen eher unpolitischen Drang zur Selbstverwirklichung, der Vater mit seiner Mission*, der aber im letzten Viertel des Films seine Arroganz als arrivierter Kulturträger ggü. seiner Frau während in Rage zeigt. Das war super transportiert.

Leider bin ich zu einem mittleren Drittel des Films eingeschlafen wg. aktueller Übermüdung (Stress im Privatleben mit einem ehrenamtlichen Einsatz in Berlin)!! Daher bekommt der FIlm dadurch schon mal einen Default-Pluspunkt...  Frech

Etwas gekünstelt fand ich den Anspruch - "Brecht"-hommagierend (?), "Istanbul"-Szenen  in HH gefilmt, die aufwändigen Bühnenbauten - der aber eben durch das beeindruckende Spiel der beiden Genannten ausgeglichen wird.

Interessant auch den Film außerhalb der Türkei aber mit dort im Land sehr bekannten MimInnen zu realisieren!

Cool das Leben in der fast-aktuellen Türkei mal näher kennenzulernen: Wertung 4 von 5+

(* die abgebrühte Tochter nennt diese immer wieder "Versuch die Welt zu retten" Juchu)
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