05.02.2022, 12:48
(Zuletzt bearbeitet: 06.02.2022, 13:35 von JP.)
Ich würde hier gerne eure Lieblingsärgernisse aus Filmen und Serien sammeln. Es geht um Dinge wie bestimmte Verhaltensweisen, Tropes, Skripte usw., die in Filmen und Serien immer wieder auf eine bestimmte Art gemacht werden, die euch einfach nerven!
Ich fang an:
1) Die Art und Weise, wie Verabredungen ausgemacht werden! Eine Willensbekundung und ein "Great, I'll pick you up!" scheint den Charakteren zu reichen, damit ein Date zustandekommt. Klar, wollen wir das ganze organisatorische Gedöns ("Wann hast du Zeit? Vielleicht Freitag? Passt 18 Uhr? Achso und wo wohnst du eigentlich?") jetzt nicht unbedingt sehen, aber es regt mich trotzdem auf!
2) Ähnliche Kategorie: Die Art und Weise, wie Charaktere Telefonate beenden - unvorstellbar, in der echten Welt einfach ohne ein Tschüss oder so aufzulegen. Einfach nur unfreundlich!
 Beiträge zu diesem Thema
28.10.2022, 13:36
(Zuletzt bearbeitet: 28.10.2022, 21:33 von Kubrickian.)
Naja, zu Letzterem...
Zitat:Leute, die eine total wichtige/eilige/spannende Konversation oder einen Streit bis zur nächsten Szene pausieren. Z.B. auf einer Party fliegt die Affäre von irgendwem auf. Dann Cut zur nächsten Szene, wie das Paar nach Hause kommt und sich streitet. "I CAN'T BELIEVE YOU DID XYZ!!!" Als hätten die sich nicht schon im Auto gezofft. Ich wollte gerade Beispiele dafür googeln und hab jetzt rausgefunden, dass das sogar ein Trope ist was einen Namen hat: Conversation Cut. https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/M...rsationCut
Es sollte wohl anfangs andeuten, dass die Person die dann "I CAN'T BELIEVE ..." schreit, die ganze Zeit "zwischen dem Schnitt" wortlos ihre Empörung usw. aufbaute, und es dann nach dem Schnitt heraus bricht.
Das Problem, das ich auch sehe, ist, dass dieser Ablauf um so lächerlicher wird, je öfter DrehbuchlerInnen/RegisseurInnen ihn benutzen. Und natürlich nicht nur im eigenen Oeuvre, sondern über Monate/Jahre alle laufenden Filme hinweg. Evtl. braucht man hier die Möglichkeit ein Trademark zu setzen, das dann bei Folgenutzungen immer kurz erscheint oben links, sich auf die Erfinder des Ablaufs beziehend - um eben die Schwäche dauernder Wiederverwendung zu untermalen.
P.S.: Hier noch ein kl. Peeve von mir... Wenn Leute in Filmen vor einer geschlossenen Tür stehen, und dann kurz danach eintreten, die Kamera den Eintretenden folgend, wird so gut wie nie die Tür geschlossen!  Auch dann nicht, wenn der "Herr des Hauses" sie willkommen heißt und mit ihnen durch Flur usw. geht und sich dann mit ihnen hinsetzt oder so; mal EINMAL möchte ich erleben dass sich dann in der Szene nach & nach die ganze neugierige Nachbarschaft auch auf Sofas/Stühlen einfindet...
27.11.2022, 20:31
(Zuletzt bearbeitet: 27.11.2022, 20:32 von JP.)
Endlich ist mir mal wieder was für diesen genialen Thread eingefallen:
Ich werd' immer richtig sauer, wenn in Filmen und Serien Leute ihre Partner:innen mit einer neu gekauften Immobilie überraschen -- und das dann als große romantische Geste dargestellt wird. Ihr kennt das doch sicher aus so Romantikfilmen: Ein Mann fährt mit seiner Frau durch die Straßen, sie halten vor einem Haus, gehen zusammen rein, sie fragt noch irritiert: "Ja, schön hier, aber warum..." und er darauf schließlich: "Ich hab's gekauft! Das ist unser neues Haus!"  (Neulich erst in der von mir eigentlich sehr geliebten Serie 'This is Us' gesehen.)
Ich mein', auch wenn das oft in Filmen mit so superreichen Protagonisten vorkommt (die theoretisch auch fünf Häuser kaufen könnten), würd' ich wohl meinen, dass Partner:innen gern ein wenig mitbestimmen wollen, wo und wie sie gemeinsam wohnen? Also wenn ich mir vorstelle, dass mein Lebenspartner mal einfach so ohne Rücksprache entscheidet, welche 500.000$-Immobilie er für uns kauft, wär' mein Gesicht eher dieses...:
27.11.2022, 20:39
(Zuletzt bearbeitet: 27.11.2022, 20:41 von Kubrickian.)
(Sowas machen immer Männer ggü. ihren Gattinnen, bzw. ein allein-erziehendes Elternteil ggü. den Kindern, oder? Ich denke mal es ist eine klassische Macho-Geste, die versucht zu zementieren, wer "eigentlich" die Zügel in der Hand hat - m.E. ein "throwback" zu den männlichen Helden in US-Fantasie-Stories vor ca. 100 Jahren. Li'l Orphan Annies Daddy Warbucks fällt mir da z.B. ein; wobei der Autor damals auch eine erinnerungswerte Phase einbrachte, wo "Daddy" alles verlor und Annie sie praktisch im Alleingang mit Hund Sandy durchbringen musste!!)
Ich bin heute auf ein Meme gestoßen, welches mich sofort an einige Side-Notes in den Rezensionen des lieben @ Kubrickian erinnerte... Side-Notes, deren Aussage ich teile: Warum sackzement nochmal muss es in modernen Filmen immer, immer, immer dunkler werden?
Ich verstehe ja, dass moderne Fernseher immer lichtstärker sind, bzw. immer besser darin werden, Schwarztöne darzustellen... aber man kann Dunkelheit cinematografisch durchaus auch so erzeugen, dass man trotzdem noch alles erkennt
27.02.2025, 22:06
(Zuletzt bearbeitet: 27.02.2025, 22:17 von Kubrickian.)
(Bei dem 2025er-Bild musste ich lachen...  Merci beaucoup pour la mème!)
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