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#1
Willkommen zur BeBiLE im Fernhafen! Man stelle sich eine auf den Hafen blickende teils überdachte Terrasse des Grand Marine Hotels vor, wo eine Handvoll Kino-/TV-Interessierte sich, smoothen Cocktail oder Kuba-Zigarrillo in der Hand, lässig auf ein paar bequemen Sessel und einem breiten Braunleder-Sofa mit dekorativen Kissen in allen Formen über aktuelle Gerüchte und Geschmacksrichtungen (besonders die eigenen!) unterhalten... Ich leg mal los...

K.: Ich las eine allgemeinere Besprechung zu aktuellen SuperheldInnen-Filmen, und merkte, dass ich - Marvel-Fan seit über 5 Jahrzehnten - irgendwie so gar keine Lust habe den neuen SPINNE*-Film zu sehen, obwohl er laut Artikel inzwischen schon mehr Umsatz eingefahren hat als das legendäre AVENGERS ENDGAME! (Ich denke mal das liegt auch daran, dass die "lovers on screen", Zendaya & ihr Tom, auch süß understated immer wieder in Interviews zeigen, wie sehr sie auch Liebende im Echtleben sind? ZuschauerIn: 'Werden sie sich jetzt wieder...? (seufz)')

    Ob meine Nicht-Motivierung daran liegt, dass die Filme letztendlich doch weit entfernt von den vielen tollen Comic-Plots verlaufen? Letztendlich sind eben Kinofilme immer nur Kurzgeschichten - eine Comicserie kann 1 Jahr oder länger laufen (bei der typischen monatlichen Heftausgabe)... Evtl. liegt es auch an der angekündigten Teilnahme von Punisher im Film, die NYC-nahe Marvel-Figur, die ich am meisten hasse - neben Deadpool.

    Andererseits sah ich mir mit Vergnügen das ganz einfache nicht-muskelhafte THE INVITE an, anderntags. Das Vergnügen wurde etwas getrübt davon, dass es im Kino so warm war, dass ich 90% der Zeit da saß und leicht schwitzte... Und gen Ende sah dass in der Ecke neben der Leinwand ein stillgelegter großer Ventilator vor sich hin sinnierte. Bei späterer Nachfrage wurde mir gesagt, Leute hätten sich beklagt dass der zu laut sei...  Ach ne! Tölpel

    Bei den Streamern - ich hab nur Netflix & D+ - freue ich mich gerade über den gelungenen deutlich moderneren Remake der UNSERE-KLEINE-FARM-Serie von damals. Die 1. Staffel hat 8 Folgen; die 2. kommt nä. Jahr heraus, und ist dann "in sync" mit der alten Serie, die damals erst dort - also in Walnut Grove - anfing!  Liebe

(* ja, so hießen die Spider-Man-Hefte früher in Deutschland - so lange gibt es die Marvel-Figur schon!)
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Beiträge zu diesem Thema
#2
Spannend, dass Zendaya und Tom Holland da bei Dir eher eine Art von "Anti-Promotion" auslösen... für mein Männeken und mich kommen die beiden schon sehr charmant und authentisch miteinander rüber, sodass zumindest @kevers da mittlerweile ein richtiger parasozialer Supporter ist Awkward!

Ich werde mir den Spinnenfilm auf jeden Fall eher deswegen ansehen, weil [Mini-Spoiler? Naja, nicht wirklich...] wohl einige relevante neue Figuren für die nächsten MCU-Ensemble-Filme eingeführt werden. Allerdings bin ich von dem, was ich hier über die Jahre so von Dir mitbekommen habe, bei Marvel wohl auch deutlich weniger mit Herz bei der Sache (keinen Bezug zu den Comics o. ä.) -- und lasse mich auf den jeweils neuesten Blockbuster immer eher als kurzweilige Zwischendurch-Unterhaltung ein Zahnlos

Ansonsten kann ich aktuell dies hier in die hier neu gegründete "BeBiLe" einbringen:

Sehr hoch im Kurs steht bei mir gerade die Serie "Furious" von Elizabeth Meriweather, eine wirklich genresprengende Thriller-Drama-Black-Humor-Krimiserie. Die Autorin war zuvor für "New Girl" (Sitcom, die ich nicht kenne) und "Dying for Sex" (Dramedy über eine Krebspatientin auf sexueller Entdeckungstour) verantwortlich und hat zumindest bei letzterer für mich schon sehr gut bewiesen, wie elegant sie Freud' und Leid zu verweben in der Lage ist. 
"Furious" ist im Kern ziemlich harter Tobak -- die junge Catherine, als Kind schwer missbraucht, jagt die (von den Epstein-Files inspirierten) Verantwortlichen und wird dabei von einer posttraumatisch belasteten FBI-Agentin verfolgt; aber man wird durch sehr menschliche und sympathisch gespielte "lichte Momente" immer wieder aus all dem Übel rausgeholt... und vor allem kann ich mich, von Jahr zu Jahr frustrierter über die Blüten patriarchaler Strukturen, mit der ins Zentrum gestellten Wut sehr identifizieren Unsicher
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#3
(Furious hab ich Werbung für gesehen, aber gerade nicht so viel Lust auf Serien mit viel Gewalt und Handschusswaffen-Geballere... New Girl ist großartig - da hab ich bisher glaub ich 2 Staffeln von gesehen; ich bin aber auch von der Hauptdarstellerin ein Fan seit ihrem Stimmeneinsatz bei KÖNIGE DER WELLEN! Liebe)
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#4
K.: Ich sah am Wochenende im Kino den diesjährigen Dokumentarfilm SALZ UND WASSER, trage den aber erstmal nicht in unser Kompendium ein, da kein normaler Spielfilm und wg. meinem Gefühl dass er ein wenig zu sehr ins Politische abkippt (s. Liste unten)...

    Ich bin Antarktis-Fan, und von den Bildern und dem ForscherInnen-unterwegs-Gefühl ist der Film m.E. topp. Zwar fehlt es ein wenig an gefilmten privaten Momenten (also außerhalb der Interviews, meine ich), aber dafür lernt man eine Menge über Geräte, Orte und Vorgehensweisen bei konkreten Forschungs-Projekten. Auch war cool mal zu sehen wie das berühmte Schiff Polarstern vom Wegener-Institut operiert. Bei den Landschaftsaufnahmen fand ich die langen Takes sehr gut - es wird das "Leben" nahe dem Südpol damit fast greifbar. (Echtes Leben sieht man kaum - die (vereiste Ost-)Antarktis ist bekannterweise "above ground" ähnlich lebensfeindlich wie der Mond...)

    Ich hab erwartet dass der Klimawandel und sichtbare Spuren davon schon deutlich Thema sein werden. Abgesehen von einem poetischen Intro kommt dieser aber mittig im Film angenehmerweise kaum vor. Dafür gibt es dann gen Ende ein paar deutliche Hiebe in die Menschen-sind-so-doof-Kerbe:
  1. Eine Forscherin sagt in verzweifeltem Ton dass sie nicht weiß wie es weiter gehen soll.
  2. Der meist schweigende Kapitän schickt die Filmerin per Heli zur Nachzeichnung des riesigen Denman-Gletschers von der Luft aus - man sieht gewaltige Einbrüche am laufenden Stück wo die Gletscheroberfläche wegen zu warmen Wasser/Lufttemperatur dabei ist in eine darunterliegende tiefe Schlucht einzubrechen, wo dann das eingebrochene Eis wohl wegschmelzen könnte. Die Filmerin spricht dabei auch ihr melancholisch-erschrockenes Staunen aus, und beschreibt mögliche Effekte falls der Gletscher wesentlich reduziert wird (1,5m Meeresspiegel-Anhebung).
  3. Am Ende dann doch noch ein längeres Interview mit dem weisen Kapitän, der nicht sieht dass die negativen Effekte sich kurzfristig stoppen lassen. Allerdings gibt er am Ende noch einen positiven Dreh verbal ab: Die Menschen würden sich letztendlich anpassen, zwangsweise. (Allerdings klang für mich durch dass dabei dann Abertausende erstmal sterben... was aber nur meine Spekulation ist.)

    Was natürlich bei all diesen wissenschaftlichen Meinungen zum Thema untergeht, ist, dass es sich um prädiktive Thesen handelt, zu einem recht komplexen Riesen-System, nämlich das der Erdoberfläche bis zu ein paar km in die Höhe. (Plus ein paar wenige Untersuchungen zum - noch komplexeren! - Gesamtsystem Ozean.) Und prädiktive Thesen haben in den letzten ca. 2 Jahrhunderten einen extrem schlechten Ruf (weswegen sie oft sehr viel selbstsicherer vorgetragen werden?) - man bleibe bitte vorsichtig mit dem was "bewiesen" sei.

    (Cool BTW dass die Filmerin Reinisch auch Regisseurin und Autorin des eigenen Gesprochenen ist! Und sie scheint in meinem Alter zu sein!  Angeber -- Übrigens soll der Film in der 3Sat-Videothek online verfügbar sein...)
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#5
.   (Ach so - ANFSCD... Ich lache seit gefühlt 30h schon über dieses coole 'Interview' mit Florence Who!?


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