Im Hafen seit: 18.09.2013
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23.02.2015, 21:14
(Zuletzt bearbeitet: 23.01.2022, 17:43 von JP.)
Birdman |
Der Darsteller 'nes vogelartigen Superhelden (Michael Keaton) hat sich nach 'ner längeren Durststrecke entschieden auf dem Broadway in 'nem traditionsreichen aber heruntergekommenen Theater 'ne eigene Interpretation 'nes anspruchsvollen Kurzgeschichten-Klassikers der Achtziger zu bringen; durch seine noch immer große Popularität damit Neulingen (wie d. v. Naomi Watts & Andrea Riseborough* dargestellten Frauenrollen im Stück) & sich selber neue Perspektiven zu eröffnen. Als 'n nervender Kollege 'nen Unfall hat, springt unerwartet der wilde Theater-Kerl Shiner (Ed Norton) ein, & fortan gibt's viel Gepöbel, Geschrei & überraschende Entwicklungen. Der Stern des Stückes beginnt nun in den finalen Proben langsam aber sicher zu steigen... |
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- 1. Oscar - bester Film; ja, 'n wirklich guter Film m. glaubhafter Story, guter Balance v. südamerikanischer Magie vs. knallharter NYC-Realität & gut-besetztem Ex-Superheld (Keaton spielt praktisch sich selbst).
- 2. Oscar - beste Regie; wirklich alle Figuren sind 'n Genuss! Norton hat offensichtlich 'ne Menge Spaß, u.a. m. 'ner abgebrühten aber in Wirklichkeit großaugenstaunenden Emma Stone, als sehr junge Tochter des neuen Theater-"Helden".
- 3. Oscar - bestes Drehbuch: Abgerundet, innovativ (d. Stimme des kostümierten Geistes, z.B.), symbolisch dolle aber passend aufgeladen, dialogtechnisch hörenswert!
- 4. Oscar - beste Cinematographie; d. Kamera ist 'n Superheld! N. nur dreht sie fast alles in einem riesigen Take ab (das bringt den Zuschauer viel mehr "hinein"), sie hat auch noch ihre eindeutigen Vorlieben, ruht manchmal einfach aus, filmt nichts, um dann wieder los zu schweben, mal nah, mal tief, mal höher, mal wild fliegend!

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- Ja, was? Dass es 'n Kunstfilm ist? Dass Keaton 'n wenig zu oft im Bild ist? Nee...
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Selten 'nen Film gesehen, der so viele Interpretationsmöglichkeiten bietet, als Ganzes, im Detail - & fast alles aus der Kinowelt heraus. Das fängt damit an dass Keaton m.E. eigentlich gar nicht besonders gut schauspielern kann - & damit aber perfekt f. d. Rolle des gescheiterten Schauspielers ist, der d. Seele des Spielens zumindest voll verstanden hat. Hört damit auf dass neben den offensichtlichen Batman-Parodien (d. f. 'nen Batman-Filme-Fan wie Butter 'runter gehen ) auch dieser Birdman sich im Alcatraz der Schauspielwelt gefangen fühlt & gen Ende immer deutlicher nur nach 'nem Weg zur eleganten Flucht sucht...  |
    (Ich hätte noch 'n "+" mehr vergeben aber seit Gravity weiß ich inzwischen was das bedeutet: Ich gehe den Film 5 Mal im Kino sehen. Das wird bei diesem sicher n. der Fall sein...  )
(* die ich großartig fand in der Serie Devil's Whore & dem Film Oblivion)
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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01.03.2015, 17:55
(Zuletzt bearbeitet: 23.01.2022, 17:44 von JP.)
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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21.03.2015, 00:38
(Zuletzt bearbeitet: 23.10.2022, 23:31 von Kubrickian.)
A Most Violent Year |
NYC 1981. Der ehrgeizige Heizöl-Unternehmer Abel Morales versucht so gut er kann den großen Erfolg zu schaffen nach ca. 8 Jahren im Geschäft, aber die mafiösen Strukturen, die ihn umgeben, setzen ihm immer wieder zu. Seine Fahrer werden verprügelt, seine LKWs geklaut, seine Familie bedroht. Und braucht in den nächsten paar Tagen $1 Million. Seine Frau Anna, Tochter eines berüchtigteren Mafiabosses, steht an seiner Seite, trifft alle Entscheidungen mit. Und plant ihre eigenen Schritte in einer möglicherweise anstehenden Not... |
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Großartig, stimmungsvolle Hommage an noir Mafiafilme, allerdings letztendlich mit weniger Gewalt als man vom Titel her erwartet hätte. Denn der Film an sich, inkl. allen Rollen. führt den Sopranos/Boardwalk-Empire-usw.-gesättigten Zuschauer meisterhaft an der Nase herum. Das Leben, das sich das Morales-Ehepaar (grandios wie immer: Jessica Chastain - aber es ist Oscar Isaacs Film, wo er zum 1. Mal so richtig zeigt, was er kann), da baut, ist hart, & bringt Angenehmes wie Unangenehmes aus ihnen hervor... Cinematografisch übrigens eine Wucht! |
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Hier und da etwas zu manieriert, vielleicht. Und die oft unheilvolle Musik deutet oft schlimmes Kommendes an, dann Schnitt - & es geht, di di dam, anders weiter. |
Ich bin ein Fan von Altmeister Sidney Lumet, der vor wenigen Jahren im hohen Alter starb. Regisseur Chandor scheint mir ein würdevoller junger Nachfolger. Bin sehr gespannt auf was noch von ihm so kommt! Gerne wieder im gelungenen 80er-nostalgischen Kostüm! |
 
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Zitat:Geh ins Licht, Don Jon!
Der klingt super! Schon das eingestellte Bild verspricht mit dem Kalligraphie-Stil, dass mir der Film gut gefallen wird. Vielen Dank für's Aufmerksam-Machen, versuche den alsbald vor die Augen zu bekommen
(Achso, neeee, ich schreibe nicht von der Arbeit aus im Forum. Neeee. Lalala! *browser zuklick*)
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07.04.2015, 18:00
(Zuletzt bearbeitet: 26.12.2022, 01:20 von JP.)
Fast & Furios 7 |
Tumbe Straßenrowdys fahren mit Autos noch tumberen Bösewichten hinterher und vollführen Superheldentricks am Lenkrad |
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Immerhin sieht man das ganze Geld: Atemberaubende Setpieces, wobei vor allem Abu Dhabi vorteilhaft an die hochglanzpolierten Dubaiszenen aus Mission Impossible erinnertInmitten all der Doofbrocken (Diesel, Statham) versprüht Dwayne "The Rock" Johnson einen pfiffig wirkenden Spitzbuben-Charme. Cooler Typ. |
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ALLES ANDERE. Was eine Abfeierei des Einfach-Gestricktseins. Konnte manche Dialoge und Handlungsstränge kaum glauben.Sexismus deluxe, und das nicht mal mit Augenzwinkern. Wenn wenigstens die Dramaturgie stimmen würde, aber die 'besten' Szenen kommen alle vor der Halbzeit |
War eh nur ein Gefallen für einen Kumpel, der den Film unbedingt sehen wollte und Begleitung brauchte. Aber trotzdem: Was 'ne Soße! 3,5/10 |
Kingsman |
Irgendwie Bond-Hommage, irgendwie Bond-Parodie, irgendwie Bond-Upgrade: Geheimer Superheldenbund, dessen Mitglieder alle elegante Gentlemen sind, rekrutiert derben aber hochbegabten Straßenschläger, um größenwahnsinnigen Milliardär-Miesepeter auszuschalten |
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Besetzungs-Beifall für diese Könner in allen Rollen! Von Colin Firth und Michael Caine über Newcomer Eggerton bis hin zum herrlich dick auftragenden Samuel L. Jackson gibt's nirgends zu meckernBeim Produktionsdesign mangelt's ebenso an nix, super Kulissen und AusstattungAußerdem mochte ich sehr, dass man dem Bösewicht mal eine zumindest logisch schlüssige Motivation an die Hand gabDie *kopflastige* Szene ist Kinogold... |
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...wohingegen die vieldiskutierte Kirchenszene für mich ordentlich ins Aus schoss. Ist eben doch immer 'ne fragile Membran zwischen der subversiven Kritik an überbordender Gewalt und der gnadenlosen Zelebrierung derselben. Schade!Dafür, dass der Film meistens stilsicher bleibt, muss ich auch die allerletzte Szene ("von hinten") klar kritisieren. Was sollte das? |
Da ich nur an zwei Szenen was zu meckern habe, und der ganze restliche Film ein ruuuundum spaßiges und packendes Kinovergnügen war, dessen viele kleine Details ich zu schätzen weiß, gibt's, ganz posh, 7,5/10 |
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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D. morbide Frage bei FF7 ist ja noch - merkt man in den Szenen wo Walker n. mehr lebte dass er (menschen - oder computer-) gedoubelt wurde? Es reizt mich schon etwas das mal selber zu inspizieren. Aber dann denke ich wieder es ist pathetisch 1 Film in 'ner Reihe m. der ich kaum was anfangen kann nur anzusehen weil 1 seiner Hauptfiguren im echten Leben mittendrin starb...
Was evtl. auch pathetischere Dialoge im Film erklären würde - wo Schauspielende ja evtl. darauf bestanden was abschiedartig Philosophisches v. sich zu geben?   'N Kollege meinte, der Plot musste ziemlich umgeschrieben werden...
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Zitat:Was evtl. auch pathetischere Dialoge im Film erklären würde - wo Schauspielende ja evtl. darauf bestanden was abschiedartig Philosophisches v. sich zu geben
Absolut! Es gab viele Sequenzen, in denen die Grenze zwischen Rolle und Schauspielendem aufgelöst schien und man sich fragte, ob da eigentlich gerade Vin Diesel zu seinem Freund Paul Walker spricht? (In den letzten fünf Minuten des Films dann auch nicht mehr sehr subtil.)
Zitat:merkt man in den Szenen wo Walker n. mehr lebte dass er (menschen - oder computer-) gedoubelt wurde?
Durch meine große Affinität zum Themenbereich FX und Effektkunst hatte ich eigentlich erwartet, dass mir selbst feinere Unterschiede gleich ins Auge stechen, insbesondere, da die Geschichte mich nicht sonderlich gefesselt/abgelenkt hat. Muss aber ganz ehrlich sagen, dass es keine einzige Szene gab, in der ich sicher das eine oder das andere hätte feststellen können. Da haben die Macher wirklich ganze Arbeit geleistet (und in dem Sinn noch einigermaßen Würde beim Vorgehen bewahrt).
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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13.04.2015, 15:41
(Zuletzt bearbeitet: 15.04.2022, 17:06 von JP.)
Verstehen Sie die Béliers? |
In 'nem franz. Dorf einige Stunden entfernt v. Paris lebt d. Bauernfamilie Bélier: Vater & Mutter sind - schon immer - gehörlos, v. den Kindern ist eins gehörlos & das andere normal. Bei letzterem handelt es sich um das 1. Kind, Paula, inzwischen 'ne Teenagerin kurz vorm Schulabschluss. Sie ist ganz selbstverständlich d. Schnittstelle zur Normalo-Welt - redet immer m. Kunden beim wöchentlichen Marktverkauf (oben), telefoniert m. den Behörden, steht neben dem TV & übersetzt, wenn wichtige Nachrichten kommen. Aber dann entdeckt 'n Lehrer bei ihr besonderes Talent... |
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Sehr bewegender aber lustiger Film, der im Handumdrehen zeigt, wie es ist wirklich fremd in der Welt zu sein, immer. Und trotzdem macht das diesen fantastischen 4 nichts! Außer wenn sich was ändert & da gibt es den 1 oder anderen sehr erstaunlichen Moment, z.B. als die Mutter - großartig: Karin Viard! - beschwipst auf einmal über alle Hörenden herzieht. Auch geschehen einfach laufend Dinge, d. nur in Filmszenen m. überwiegend Gehörlosen passieren könn(t)en. Großartig! |
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Am Ende wird es um d. junge Hauptprotagonistin herum etwas zu niedlich - insbes. die 'Fotos' im Abspann waren allesamt n. nötig. Damit kommt 'n wenig Kitsch hoch, den der Film ansonsten n. verdient hat. |
Dieses fantastische (Sing-)Debüt v. Louane Emera in der Kernrolle der Paula hat mich zum lauten Lachen & beglückten Weinen im Kino gebracht! Dann noch so 'ne verrückte, tolle Familie! Und der Soundtrack ist schon so gut wie bestellt... |
    (hörbar bei der  anklopfend)
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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Gleich 2 ProduzentInnen, auf der vorhergehenden Seite dieses Threads erwähnt - jeweils Geldgeber f. Filme d. sie selber aktiv mitgestaltet haben - sind unter den jährlichen TIME 100 (einflussreichsten Menschen der Welt): Reese Witherspoon & Richard Linklater!
Wohl verdient...
P.S.: Auch dabei ist Schauspielerin Julianne Moore. Ihr Laudator - Tom Ford - beschreibt sie u.a. als "one of the greatest actresses working today". Ja, d. Frau, d. nach Aufnahmen fürs Türkei-Tourismus-Ministerium f. Werbevideos v. denen gerügt würde, sie könne n. schauspielern & ihre Aufnahmen würden daher n. verwendet werden!!
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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26.04.2015, 23:06
(Zuletzt bearbeitet: 23.01.2022, 17:45 von JP.)
Pelomalo |
Kleiner venezolanischer Junge, Sohn v. der oft arbeitslosen Marta & 'nem dunkelfarbigeren abwesenden Vater, hat 'schlechtes' Haar* - also Kraushaar, das in Caracas n. gerade als ansehnlich gilt. Daher ist sein Ansinnen seit langem das Haar irgendwie zu glätten & dann mal 'n Jahresfoto knipsen zu lassen, wo er wie 'n Rockstar aussieht. Vielleicht würde seine Mutter ihn dann auch wieder lieber haben... |
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Wunderbar einfacher Plot, der 'unter der Haut' gleich mehrere Problemthemen im heutigen Venezuela abhandelt: Rassismus ggü. Dunkelhäutigeren, Ausbeutung alleinerziehender Mütter, Armut im Vergleich zum europ. Lebensstil, Homosexuellenphobie unaufgeklärter Eltern. Trotzdem ist der Film sehr lebendig & realitätsnah - scheint mir - & nebenbei recht hart. So wie der Alltag dort, eben. |
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Alle SchauspielerInnen sind Laien. Am ehesten merkt man es bei dem Jungen, leider. Dafür spielt d. Darstellerin der Mutter - Samantha Castillo - sehr gut! |
Angenehm fremdartiger Film, der in beeindruckenden Bildern deutlich d. sogenannte '3. Welt' in unsere eurozentrische Ahnunglosigkeit herein lässt. ¡Muy bien! |
 
(* der Titel des Films aus dem Vorjahr bedeutet 'schlechtes Haar', zusammengeschrieben)
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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30.04.2015, 21:46
(Zuletzt bearbeitet: 23.01.2022, 17:45 von JP.)
Weiter im "Frisch vonne Kube gesehene Filme"-Thread...
Kann ein Song dein Leben retten? |
D. britische Freundin 'nes jüngst angesagten amerikanischen Rock Boy Wonders ist der wahre Talentschwamm. Als beide in NYC v. 'nem Riesenmusikverleger umschwärmt werden, techtelt das Wunder m. dessen Assistentin. D. Britin zieht im Groll aus & wandert traurig/gedankenverloren durch d. Stadt der ewigen Gegenwart, zieht aber unerwartet bei 'nem acapella-außer-gitarrischen Vortrag d. Fantasie 'nes down&outen kl. Musikverlegers, m. null Schekeln aber cooler Limousine, an. Der will nun - sein Leben rettend? - mit ihr 'n Album machen, aber ganz anders - alles auf Pump & 'good will'. Sie willigt ein... |
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(Bitte vorher Fettschrift-Fazit lesen!) Unerwartet wilder Alter-Mann-mit-Stil-Einsatz v. Ruffalo vs. erstaunlich unschuldig-stimmiges Debüt-Musical v. Knightley! Es werden keine Leben gerettet - s. Endrauswurf in den Credits - aber es wird einfach 'ne gute Zeit gehabt, m. durchaus interessanten Musiktexten & 'ner kl. feinen iPod-Retrospektive. Make memorable moments, wie d. Japaner sagen würden : Hier geschafft! Besonders cool - Steinfeld als trotzige Produzententochter m. E-Gitarre!  |
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(Bitte vorher Fettschrift-Fazit lesen!) Prätenziöses Feelgood-Kino, das so tut als ob es wüsste, was 'authentisch' bedeutet & dann lauter glatt produzierte Stücke vor urbaner Kulisse zeigt wie 'ne Art Earth-Day-MTV-Mashup! Knightley versucht krampfhaft ihr Superstar-Dasein nochmal als nettes Mädchen m. Gitarre - inkl. superkitschigem 50s-Rotkleidchen in 'ner Szene, wo sie auch noch doziert darüber, wie reifefrau sich zu kleiden hat! - zu kaschieren. Cool allerdings - Steinfeld als rotzige Produzententochter m. E-Gitarre! |
So oft muss mann das Engelchen & Teufelchen auf den Schultern als verquer-verschmolzene Kompromiss-Erwachsenen-Meinung hier kundtun. Ich hab nun einfach mal - 1 Mal & nie wieder, versprochen! - beiden freien Lauf gelassen: Kubisches Engelchen bei PRO, gleich-gekantetes Teufelchen bei CON. |
  (  weil ich Schlawiner mir d. OST-CD bestimmt trotzdem besorge...  )
P.S.: Der engl. Titel wurde im Dt. einfach übernommen. Er ist obiger Wort für Wort ins Englische übersetzt. Finde den (& meinen verdeutschten) blöd. Der Urtitel "Begin again" ist irgendwie tumber, aber tut (mir) wohler...
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01.05.2015, 22:01
(Zuletzt bearbeitet: 23.01.2022, 17:45 von JP.)
Avengers - Age Of Ultron |
Der hundertelfte Marvel-Superheldenfilm. Iron Man, Thor, Cap' America, Hulk, Black Widow et al. kämpfen diesmal gegen eine finstere KI, die die Welt vernichten will. Vieles explodiert. |
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Man kann sich auf die teuren Marvelschinken verlassen, dass sie einem den aktuellen Höchststand der Effektkunst liefern - Wahnsinnsoptik!Bei wenigen Superheldenfilmen gefällt mir der Cast so sehr wie hier: Scarlett Johansson, Robert Downey Jr., Mark Ruffalo, Paul Bettany, Elisabeth Olsen und Chris Hemsworth spielen toll |
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Wie sagte eine US-Kritikerin: 'The ideal vehicle for our age of immediate sensation and instant gratification, it disappears without a trace almost as soon as it's consumed.' Exakt.Schuld daran ist m. E., ich sag's ja nur ungern, das horrend schlechte Drehbuch! Die ein oder andere Explosion hätte man vllt. sparen sollen, um stattdessen die tausend Handlungsfäden besser zu verweben. Sehr enttäuscht bin ich von Ultron, den mir der Trailer als hochintelligenten Technogott schmackhaft machte, der hier aber höchstens ein effizienter Phrasen-Mähdrescher ist.Achso, und seit wann musste es Whedon so mit den One-Linern übertreiben? |
Ein Prototyp für das Quick-Fix-Augenschmaus-Kino: 2h wunderschönes Production Design ziehen vorbei, die Schauspieler machen's gut und zwei Schritte aus'm Kino raus weiß man nicht mehr, was war. Dafür 6/10 etwas enttäuscht abgerissenen Marionetten |
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Im Hafen seit: 18.09.2013
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01.05.2015, 23:31
(Zuletzt bearbeitet: 23.01.2022, 17:45 von JP.)
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