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#1
In der Hoffnung dass d. gesammelten Hafenarbeiter auch hin & wieder 'n Roman lesen, starte ich mal voll dieser Hoffnung diesen Thread.

Damit keener sagen kann jedes Wort dazu sei zu viel folgen meine vorerstigen Vorgaben - 's kann aber dagegen auch begründet rebelliert werden. Droh Froh
  • Autorin/Autor vorweg, Titel danach, gefolgt von üblicher FH-Bewertung (1-5), & dann drei einzelnen Wörtern, d. den eigenen Eindruck beschreiben
  • danach optional noch 1-2 Sätze in Klammern, d. Zusätzliches - aber nicht Wesentliches - verraten


Hemingway; Der alte Mann & das Meer: Wertung 5 von 5 - stilsicher / minimal / überraschend

[Das Romänchen womit E.H. den Nobelpreis verliehen bekam - erst dann wurde sein anderer Kram ernsthaft gelesen! Großartige Darstellung des Meeres aus Sicht 'nes erfahrenen Fischers, gekoppelt m. leserseitigem Erstaunen, was sich solche Leute antun um ihren Lebensunterhalt zu stemmen.]
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[Kube]
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#2
John Steinbeck - Die Straße der Ölsardinen: 5/5 einfach/liebenswürdig/grobidyllisch

Steinbeck hat es in seiner Geschichte geschafft, alles böse aus der Welt zu verbannen, egal wie rau und ungehobelt alles (eben auch die Straße der Ölsardinen) ist. Dabei ist die Sprache perfekt einfach - nicht einfach nur einfach einfach - einfach wie Butter, die weder zu fest ist, sodass das Brot zerreißt, noch zu weich, sodass sie an den seiten herunterfließt.
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#3
Daumen hoch!

Ich glaube dein "einfach" ist was ich m. "minimal" meinte: D. wahre Kunst guten Stils ist f. mich Einfachheit. Das war auch das was d. Güte v. Die Straße v. McCarthy ausmachte.
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[Kube]
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#4
Ein cooles Thema hast du da eröffnet Kubrickian.
 
Stephen King | Der dunkle Turm | 5 / 5 | spannungsgeladen / verworren / schlafraubend

(ich habe mir nicht die Mühe gemacht alle 7 Bücher einzeln zu beschreiben sondern die Romane als „Ganzes“ betrachtet.) „Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“ Meiner Meinung nach der beste Roman von Stephen King.
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#5
Jonas Jonasson | Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand | 4 / 5 |  irrwitzig/ sympathisch / lebendiges Glück

Ein 100 jähriger der sich nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war.
Dieser Beitrag gefällt:    JP
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#6
Emma Donoghue: Raum.  Wertung 4 von 5 - naiv / schockierend / außergewöhnlich

[Eine junge Frau wurde entführt und wird seit sieben Jahren in einem 12m2-Schuppen gefangen gehalten. Erzählt wird dieser Roman aus der Perspektive ihres 5-jährigen Sohnes, der noch nie etwas anderes gesehen hat und plötzlich erfährt, dass es noch eine Welt da draußen gibt und sie endlich fliehen müssen ... ]
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#7
Michael Ende | Momo | 5/5 | bezaubernd/ anregend/ augenöffnend

Momo lebt am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines Amphitheaters. Sie besitzt nichts als das, was sie findet oder was man ihr schenkt, und eine außergewöhnliche Gabe: Sie hat immer Zeit und ist eine wunderbare Zuhörerin. Eines Tages treten die grauen Herren auf den Plan. Sie haben es auf die kostbare Lebenszeit der Menschen abgesehen und Momo ist die Einzige, die ihnen noch Einhalt gebieten kann ...
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#8
E L James | Shades of Gray 1-3 | 1,5/5 | vorhersehbar/ einseitig /mitreisend

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht … (Naja eher was für Frauen...)
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#9
Don DeLillo | Der Omega-Punkt  | fünfvonfünf | wortgewaltig/ gedankenschmeichelnd/ geistesexpansiv

In seinem 150-Seiten-Roman Schickt DeLillo den Verstand auf eine unglaubliche Reise. Ob es dabei jemals zu einer Ankunft kommt, entscheidet jeder Leser für sich selbst. Jeder Versuch das alles in drei Sätze zu fassen würde scheitern...
Kurz: MOMA - Begegnung in der Wüste - MOMA

http://www.perlentaucher.de/buch/don-del...punkt.html

Und eine Leseprobe:
http://www.randomhouse.de/content/editio...210869.pdf
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#10
McGregor & Boorman; Long way round: Wertung 4 von 5 - Bikes! / entdeckerisch / überraschend

[Ja das ist Mr. Superstar McGregor aus Moulin Rouge usw.! Er ist offensichtlich 'n wenig d. Primadonna im weltumfahrenden Motorradgespann aber sehr gut lesbar - & offensichtlich verliebt in d. Mongolei! Juchu]


(Coverbild v. JPC.de)
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[Kube]
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#11
Charlotte Roche: Schoßgebete.  Wertung 3 von 5 - alltäglich / abschweifend / durchgedreht


[Eine Protagonistin, die trotz ihrer Traumata und Neurosen mit perfektionistischer Disziplin Alltag und Leben zu bewältigen versucht. Nicht besonders spannend und nach dem Lesen schnell wieder vergessen.]
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#12
Samuel Shem: Mount Misery.  Wertung 5 von 5 - verrückt / philosophisch / berührend


[Nachdem er die Ausbildung in der Klinik "House of God" überstanden hat, wählt der junge Arzt Roy Basch die Psychiatrie als seine Fachrichtung. Mit viel schwarzem Humor zeichnet der Autor das Bild einer psychiatrischen Klinik, in der nicht klar ist, wer eigentlich verrückter ist: die Patienten oder die Ärzte? Für mich ein neues Lieblingsbuch.]
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#13
Thommie Bayer: Singvogel.  Wertung 4 von 5 - charmant / entdeckerisch / nahgehend

[Zwischen einer 22-jährigen Frau und einem 50-jährigen Mann entspinnt sich ein E-Mail-Wechsel, der schnell in die Tiefe geht. Was kann daraus in der Wirklichkeit werden? - In diesem Fall ein schöner Roman mit einem etwas zu krassen Ende, für das ich einen Punkt abziehe.]
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#14
Kommentar zu Pemaws Vorschlag: Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand

ein bisschen wie Forrest Gump, naiv und intelligent.
Vermittelt geschichtliche Hintergründe verpackt in einer haarsträubenden Story aber absolut lesenswert. 4/5
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#15
Kristian Schlüter: Die Prüfung.  Wertung 4 von 5 - langsam Fahrt aufnehmend / realistisch / detektivisch

[Ein junger Kommissar schleicht sich an der Uni Hamburg ein, um den Mord an einem Studenten aufzuklären, der mit Ritalin gedealt hat. Kein Meisterwerk, aber solides Krimihandwerk.]


Und gleich danach: Ein Jugendbuch, von dem ich durch ein Praktikum fast mal eine Lesung mitbekommen hätte - leider hat es dann doch nicht geklappt und seitdem wollte ich es wenigstens selbst lesen:

Tobias Elsäßer: Für niemand.  Wertung 5 von 5 - schlicht / poetisch / puzzleähnlich

[Wer in den geschützten Chatroom will, muss zuerst eine Reihe Fragen beantworten: Wer kann dich retten? Was siehst du bei Nacht? Drinnen verabreden sich drei Jugendliche zum gemeinsamen Selbstmord. Ein vierter wird zum zufälligen Beobachter. Kann er den Plan verhindern? - Ich mochte Elsäßers Schreibstil sehr - kurze, einfache Sätze und dennoch schön ausgedrückt. Langsam setzt sich aus kurzen Momentaufnahmen ein Gesamtbild zusammen. Dabei wirkt es mitfühlend und gleichzeitig neutral wie eine Beschreibung, denn ein plötzliches Happy End, einen perfekten Ausweg kann auch dieses Buch nicht anbieten.]
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