Selbstbewusst habe ich gerade beim Einpflegen dieses Buchs -- der erste längere Roman, den ich seit vielen Monaten lese
-- direkt die beiden Genres "Fantasy" und "Krimi" angeklickt... und genau diese scheinbar kuriose Kombination beschreibt das Werk aus meiner Sicht perfekt.
Es handelt sich um ein klassisches "Whodunnit", das aber in einer sehr ausgeklügelten und besonderen Fantasywelt stattfindet, in der sich die Bewohner durch verschiedene magische "Grafts" modifizieren -- etwa um besonders gutes räumliches Vorstellungsvermögen zu haben, extrem gut riechen zu können, oder besonders groß zu wachsen. So gut mir der grundsätzliche Weltenbau gefällt, so zögerlich bin ich allerdings in meiner Einschätzung der beiden Protagonist:innen Ana und Din; das mag vielen anderen Lesenden direkt einen Zündfunken für ihre Identifikation mit den Figuren liefern, aber für mich war das Ermittler-Duo hier doch eher ein plumper Abriss der klassischen "Sherlock & Watson"-Dynamik, garniert mit etwas mehr Flucherei. Zumindest wenn man sich vor Augen führt, wie raffiniert die restliche Welt sonst so geschrieben ist, kam mir das wie eine erstaunliche Schwäche des Romans vor.
Fairerweise sei allerdings ergänzt, dass ich das Buch auf meinem eReader erst zu 60% durchhabe; was gar nicht unbedingt an der mangelnden Spannung liegt, sondern eher daran, dass "The Tainted Cup" bisher nur auf Englisch erhältlich ist und teils schon anspruchsvoller geschrieben ist; das bremst bei mir manchmal die Binge-Reading-Impulse. Entsprechend würde ich mir vorbehalten, meine aktuelle Wertung von soliden
noch anzupassen...
PS: So oder so gefällt mir das Universum des Buchs aber gut genug, dass ich vermutlich auch die weiteren Teile der Reihe (die teils noch besser bewertet sind) lesen werde.
-- direkt die beiden Genres "Fantasy" und "Krimi" angeklickt... und genau diese scheinbar kuriose Kombination beschreibt das Werk aus meiner Sicht perfekt. Es handelt sich um ein klassisches "Whodunnit", das aber in einer sehr ausgeklügelten und besonderen Fantasywelt stattfindet, in der sich die Bewohner durch verschiedene magische "Grafts" modifizieren -- etwa um besonders gutes räumliches Vorstellungsvermögen zu haben, extrem gut riechen zu können, oder besonders groß zu wachsen. So gut mir der grundsätzliche Weltenbau gefällt, so zögerlich bin ich allerdings in meiner Einschätzung der beiden Protagonist:innen Ana und Din; das mag vielen anderen Lesenden direkt einen Zündfunken für ihre Identifikation mit den Figuren liefern, aber für mich war das Ermittler-Duo hier doch eher ein plumper Abriss der klassischen "Sherlock & Watson"-Dynamik, garniert mit etwas mehr Flucherei. Zumindest wenn man sich vor Augen führt, wie raffiniert die restliche Welt sonst so geschrieben ist, kam mir das wie eine erstaunliche Schwäche des Romans vor.
Fairerweise sei allerdings ergänzt, dass ich das Buch auf meinem eReader erst zu 60% durchhabe; was gar nicht unbedingt an der mangelnden Spannung liegt, sondern eher daran, dass "The Tainted Cup" bisher nur auf Englisch erhältlich ist und teils schon anspruchsvoller geschrieben ist; das bremst bei mir manchmal die Binge-Reading-Impulse. Entsprechend würde ich mir vorbehalten, meine aktuelle Wertung von soliden
noch anzupassen...PS: So oder so gefällt mir das Universum des Buchs aber gut genug, dass ich vermutlich auch die weiteren Teile der Reihe (die teils noch besser bewertet sind) lesen werde.

