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Planet der Habenichtse  (The Dispossessed)
1974
verfasst von Ursula K. Le Guin
Genres Abenteuer | Sci-Fi | Thriller
Inhalt Der Physiker Shevek, Mitglied einer anarchistischen Gruppe, die von dem Urplaneten Urras in einem sich eng umkreisenden 2-Planeten-System, auf den kleineren kargeren Planet Anarres gezogen ist, um von den kommerzialisierten & militanten Gesellchaften auf Urras wegzuziehen, besucht als 1. "Mann vom Mond" wieder die Urwelt, weil er und Physiker dort an einem neuen Feld, der Simultaneität, forschen; physikalisch umgesetzte Lösungen würden die zwischenmenschliche Kommunikation im gesamten Weltraum umkrempeln! Aber Shevek erschrickt darüber wie ungleich die politischen Systeme doch sind, und erinnert sich an sein einfacheres wenn auch härteres Leben auf dem "Mond" - und an die herzlicheren Menschen dort...
Hafen-Bewertung für dieses Buch:
basierend auf 1 Stimme(n)
  • 1 Bewertung(en) - 4 im Durchschnitt
4 von 5
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#1
Einer der größten SF-Romane aller Zeiten, gerade auch für mich, mit dem uralten Physik-B.Sc.! Neben der politisch gefärbten Hauptstory war also auch immer der "B-Plot" mit Erfindung des 'Ansible' brennend interessant - ein Gerät, das so überzeugte, dass andere SF-AutorInnen es später 1-zu-1 in ihren Romanen mit einbauten!  Schock

Le Guin ist die 'Zukunfts-Anthropologin' der SF, und am ehesten bekannt für ihre YA-Trilogie Erdsee - ein Fantasy-Epos, das viele Ideen aus alten Zauber-Stories sammelte und neu einflechtete, die danach von Anderen oft kopiert wurden. (Auch kommen darin die m.E. best-geschriebenen Drachen aller Zeiten vor, besonders nachher in dem fortsetzenden 4. Band, TehanuLiebe)

Sie hat auch so einen coolen elegischen, schon fast altlyrischen, Schreibstil, der d. Lesenden bannt.

Shevek, der anarchistische mittellose Physiker, hat auch ein Helden-Imago, das mir sehr sympathisch ist - langsam, nachdenklich, gerade, und so den Weg findend durch die Wirren der wilden Urras-Gesellschaften, die er kennenlernt. (Dort entfacht sich auch eine handfeste Revolution zur Zeit seines Besuchs!)

Das Buch ist Teil meines Sanctum Sanctorums der Phantastik bei mir zuhause - ein Regalbrett mit den (mir) wichtigsten Titeln. Ich lese das Buch gerade wieder...  Awkward!

Es ist nicht mein Lieblingsbuch auf diesem Brett, auch nicht in den 1. 5, daher vergebe ich mal vorsichtig: Wertung 4 von 5 Eine Lese-Empfehlung auf jeden Fall, insofern man sich auf 70er Tonart und öfter filosofierende Langsamkeit einstellen kann. Daumen hoch!
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