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Ms. Marvel
2022 – aktuell
Genres
Action | Comedy | Drama | Fantasy
Umfang
6 Folgen (in 1 Staffel)
Cast
Iman Vellani, Matt Lintz, Yasmeen Fletcher, Zenobia Shroff, Mohan Kapur, Rish Shah, Travina Springer, Mehwish Hayat
Inhalt
Kamala Khan, eine junge Pakistani-Amerikanerin aus New Jersey, ist ein glühender Fan von Captain Marvel in einer Welt, wo letztere und andere HeldInnen endlich den Galaxis-Mörderer Thanos besiegten. Kamala (Vellani) ist klug, aber eine Träumerin, die u.a. gerne zeichnet & bastelt, und einen entspr. YT-Kanal hat mit kleinen Trickfilmchen ihrer Fan-Fic-Papierfiguren... Eines Tages bekommt ihre Ammi eine Kiste aus dem Heimatland mit alten Sachen ihrer Urgroßmutter (in Rückblicken: Hayat), dabei ist ein besonders graviertes Clip-on-Armband. Als sie dieses auf einer "AvengerCon", die sie mit ihrem besten Kumpel Bruno (Lintz) besucht, anzieht, fängt sie an zu glühen und sieht sich in einer kurzen Wachtraumsequenz umgeben von dunklen geisterhaften Figuren mit glühenden Augen. Danach manifestiert sie bei Ihrem Auftritt zum besten Cap-M.-Kostüm auf einmal glühende schwebende Gebilde aus ihren Armen, und auch eine viele Meter lange Armverlängerung mit Riesenhand, mit denen sie einer Mitschülerin in Not beisteht...
Hafen-Bewertung für diese Serie:
basierend auf 1 Stimme(n)
  • 1 Bewertung(en) - 4 im Durchschnitt
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4 / 5
Deine Wertung:

#1
Auch hier fällt es mir wieder schwer objektiv zu sein, weil ich die ersten Comichefte der Abenteuer der wunderbaren Ms. Khan sammelte & liebe. Deshalb fasse ich mich - nach Ansicht erst der 1. 3 Folgen der neuen Serie auf D+, die es ja bisher nur gibt - wieder mal möglichst kurz... 

Die neue Marvel-Serie ist soweit ganz gut und sehr dynamisch/farbenfroh gemacht, aber ich bin ein wenig entzweit darüber, wie ich persönlich sie finde:
  • Die Protagonistin ist ziemlich gut gecastet - nicht so typisch model- oder kind-haft wie andere junge Marvel-Heldinnen; im Privatleben ist die junge Kanadierin auch pakistanischer Herkunft & offensichtlich wie ich ein Fan der Papierversion der mächtigen Miss. Letztere und ihre Familie - plus Bruno - in bewegten Bildern zu sehen ist also sehr cool.
  • Das familienhistorische Umfeld, und die Entwicklung, sowie die "origin story", wie sie zur jugendlichen Heldin wird, sind teilweise so viel anders als im Comic! Dort sind viele dieser Dinge eine Nebensache, die aber sehr effektiv klar macht, dass sie eben Migrantin und "braun" und ein Nerd ist; hier wird deutlich mehr fokussiert auf ihre Ethnie, inkl. dem Sondererbe ihrer Urgroßmutter, und auf politische Korrektheit. Es gibt sogar eine kurze Bollywood-Tanz-Einlage im 3. Teil. Frech
  • Ggü. dem Comic machen die Änderungen an der Herkunft der besonderen Fähigkeiten der neuen "Marvel" daraus viel deutlicher eine Fantasy-Story. Weil Fantasy sich heuer besser verkauft, als S.F.igeres? Ach ne!
Ist hier wie im neusten Spider-Man-Film der zunehmende Fan-Service im Plot auch eher zu stark?

Ok, stopp... Apathisch Es ist ein Y.A.-Werk! Ich "old man" finde letztendlich Vellani tapfer, und halte ihr trotz einiger amateurhafteren Szenen die Daumen, und hoffe sehr dass sie nicht durch den symbolik-heischenden Eifer der MacherInnen verheizt wird als angehende Schauspielerin.

(Erstmal ohne Wertung in Abwartung des Staffel-Endes Mitte Juli.)
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#2
(Wenn Interesse besteht, kann ich auch mal auf eine Rezension von mir von den ersten Comicheften damals verlinken. Die Heftreihe war damals ein ziemlicher Coup von Marvel...)
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#3
Gestern kam die vorletzte Folge (wir sind also aktuell bei #5, 2 Folgen weiter als mein Erstbeitrag oben).

Obwohl ich die Serie im Allgemeinen gelungen, wenn auch ein wenig "cliff-hanger zu jedem Folgenende"isch, finde - ähnlich STDIS, wo mir das auch ein bis zwei Mal zu oft aufstieß - wurde wahrhaftig nun weiter das Schema des 2. Bullets oben vertieft: Der familiäre Hintergrund, inkl. wichtigen Ereignissen vor 80 Jahren während der gewaltigen & für viele Muslime sehr schlimmen indischen "Partition". Heuer wie damals wird stark konzentriert auf das heimische Leben der Khans, also Kamalas Familie.

Mutig (von seiten Marvel).

Dieses politisch korrekte ("p.c."), aber ich denke für einige "Fans" etwas ungewohnte, Storyschema hat wohl auch zu dem ein oder anderen Beliebtheitsabsturz der Serie geführt, inzwischen. Es gab einige recht negative oder warnende Meinungen in den Asozialen Medien dazu - leider auch von einer YT-Säule, deren Analysen ich i.d.R. gut finde. (Achtung: SPOILER im Clip! Heftigere (konstruktive) Kritik, s. so ab der 7. Minute.)

Ich seh aber auch eine Plotentwicklung hier aufkommen, das auf p.c.-Umwegen versucht den Dreh zurück zu den Figuren im Comic zu finden. (Diese wurden bisher scheinbar doch ab & an eher ignoriert von der Bewegten-Bilder-Serie; ev. aber eben nur scheinbar.) Folgendes ist teilweise (meine) Spekulation:

  1. Kamala - wie auch diese Truppe von kämpfenden Unsterblichen, die sie momentan jagen - ist also kein Mutant, sondern so etwas wie der fabelhafte Geist aus der Flasche, muslimische Variante (also eher Fleisch und Blut). Ev. "same difference", nur eben Probleme mit Sony umgehend...
  2. Kamran wird auch zu dem Typen mit Sonderfähigkeiten ähnlich wie im Comic. Hoffen wir, dass er "Brian" im letzten "cliff-hanger" beschützt hat!
  3. Kamalas Mutter entpuppt sich im MCU sehr langsam zu Kamalas bester Vertrauten unter den Verwandten. Wie auf dem Papier! Maschallah! Sonne
Am meisten gefallen in den letzten beiden Folgen hat die kleine "Oma-Origin"-Geschichte mit dem sehenswerten pakistanischen Superstar Hayat in der Rolle der taffen Urgroßmutter! Was letztere geopfert hatte, um den Plan der anderen "Geister" (s. oben, 1. Absatz in diesem Post) zu durchkreuzen. Und Kamala bekam einen kleinen

"Zurück in die Zukunft"
-Auftritt, der simpatico wenn auch traurig ablief. Wow und wow... Liebe

Nun bin ich gespannt auf den 1. Auftritt Kamalas so richtig als kostümierte Ms. Marvel in der letzten Folge nä. Mittwoch! Idee

P.S.: Apropos "Fan-Service" wie im Erstpost kurz erwähnt... Ich denke wenn hier jemand bedient wird mit vielen netten Weltenbau- & Plot-Bonbons, sind es normale Muslime weltweit. Danach kommen dann die Papiercomic-Fans. (Et c'est moi, aussi!)
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#4
Nun ist die Staffel durch. Zuletzt gab es einen veritablen Krieg der Rezensenten/Reaktoren* ob die Serie nun gut (gebaut/gespielt/geplottet) ist - relativ schwarz-weißes Spektrum von Meinungen dazu.

Wahrscheinlich um dem zu entgehen, wird jetzt endlos über einen "reveal" ganz am Ende der Staffel-Finale diskutiert - hat diese kleine "unwichtige" Serie wahrhaftig den (kommerziell/juristisch bedingten) Bann aufs Mutantendasein im MCU aufgehoben?! Schock Awkward! Zahnlos  Dabei wird übersehen dass schon in einer früheren Folge gesagt worden war, dass dieser Genie-Zweig der Familie Khan - und Anderer am Armband Interessierter - eine genetische Basis haben müsste. Also eine ältere Mutation, oder? Ach ne! (= Versteht-den-aktuellen-Hype-nicht-Smiley)

Mein Fazit: Die Serie war sehenswert, wenn auch etwas zu sprunghaft/gehetzt. Letzteres lag wohl auch an der "Vorsicht" der Produzenten mit einem so angeblich andersartigen Inhalt ZuschauerInnen zu locken - daher wurden die wenigen Folgen relativ kurz gehalten, wohl damit es nicht zu teuer wird (?). So soll wohl auch bei She-Hulk^ ab Mitte August verfahren werden. Wenn man aber hier die Sprunghaftigkeit schluckt (nicht ganz leicht, aber klappt dann doch am Ende), ist die Serie schon etwas Besonderes - inkl. dem gestrigen action-reichen "Allein zur Schule"-Ende! Mir gefiel insbes. wie "normal" das Familienleben der Khans dargestellt wurde - schon eine Stärke der Urversion auf Papier; auch war Kamala einfach gut dargestellt von Newcomerin (ihre 1. Rolle!) Vellani. Verdient hat die Serie bisher m.E. folgende Wertung: Wertung 4 von 5

P.S.: Ich hab bis zum Ende gehofft, aber nicht glauben wollen, dass d. Captain ein Cameo in der Serie hat. Kamala ist ja darin durchweg von fern (!) ein großer Fan des mächtigsten Avengers... Aber dann... -- BTW, dass es in der ganzen Serie so sehr um Fan-Service geht, mal für Kamala selbst, mal für mich, den Zuschauenden, fand ich schon ein wenig übertrieben. V.a. stößt mir auf, dass dann gewisse online-gehende Fans für sich die Interpretationshoheit annektieren, bzw. (noch öder) "vorgeben" wie es weiter zu gehen hat, wenn-o-wenn die Serie erfolgreich sein/bleiben möchte. Ich halte hier fest: So ein Fan war & bin ich nicht; will ich auch nie sein. Zornig

(* Was es mit dieser "nuklearen Option" eines neueren Zweigs der audiovisuellen Rezensionsarten auf sich hat, besprech ich nochmal in einem weiteren Thread diese Woche, mit Namen "Reactors explode!"... Watch this "'Hafen" space! / ^ Eine bewegte Rolle auf die ich noch mehr Jahre warte als ich auf die der hier titelgebenden Miss gewartet hatte. Bin SEHR gespannt...)
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