Seit Jahren ruhe ich mich darauf aus, dass ich ja "für die Arbeit eh schon so viel (Fach-)Literatur lesen muss", dass ich dafür nicht auch noch im Privaten die Muße finde... aber in diesem Jahr lautet das Motto: Weniger Videospiele, mehr Lesen in der Freizeit! 
Im Zuge dessen war es mir ein Anliegen, auch in die Werke von Yuval Harari einzusteigen, der meines vagen Wissens nach ein recht umstrittener aber auch "mutiger" (?) Autor abwechslungsreicher Abhandlungen sein soll.
Erwartungsgemäß fällt es mir wirklich nicht leicht, nach einem langen Tag zwischen Lehrbüchern und Fachartikeln dann am Abend auch noch zum populärwissenschaftlichen Geschichts-/Spekulations-Sachbuch zu greifen, sodass ich "Homo Deus" erst zu ca. einem Drittel durchhabe. Bereits in diesen ersten 30% erkenne aber auch ich des Autors vermeintliches Faible für provokante Thesen; in unserer Welt zu behaupten, dass wir im Vergleich zu früher ja quasi den Hunger besiegt hätten, kann man wirklich nur eine pechschwarz–zynische Sicht auf das immer noch millionenfache Leid vieler Menschen nennen. Auch bin ich gespannt, in wie viel Transhumanismus und Selbstoptimierungs-Fantasie sich das Werk jetzt noch in seinem weiteren Verlauf verlieren wird...
Aber, so viel sei zugestanden, den Schreibstil fand ich bisher ganz anregend, und das ein oder andere Argument brachte mich zumindest zum Nachdenken (auch wenn der Autor beim Anbieten von [viel] Evidenz weniger stringent umgeht als ich es aus dem Wissenschaftsberuf kenne).

Im Zuge dessen war es mir ein Anliegen, auch in die Werke von Yuval Harari einzusteigen, der meines vagen Wissens nach ein recht umstrittener aber auch "mutiger" (?) Autor abwechslungsreicher Abhandlungen sein soll.
Erwartungsgemäß fällt es mir wirklich nicht leicht, nach einem langen Tag zwischen Lehrbüchern und Fachartikeln dann am Abend auch noch zum populärwissenschaftlichen Geschichts-/Spekulations-Sachbuch zu greifen, sodass ich "Homo Deus" erst zu ca. einem Drittel durchhabe. Bereits in diesen ersten 30% erkenne aber auch ich des Autors vermeintliches Faible für provokante Thesen; in unserer Welt zu behaupten, dass wir im Vergleich zu früher ja quasi den Hunger besiegt hätten, kann man wirklich nur eine pechschwarz–zynische Sicht auf das immer noch millionenfache Leid vieler Menschen nennen. Auch bin ich gespannt, in wie viel Transhumanismus und Selbstoptimierungs-Fantasie sich das Werk jetzt noch in seinem weiteren Verlauf verlieren wird...
Aber, so viel sei zugestanden, den Schreibstil fand ich bisher ganz anregend, und das ein oder andere Argument brachte mich zumindest zum Nachdenken (auch wenn der Autor beim Anbieten von [viel] Evidenz weniger stringent umgeht als ich es aus dem Wissenschaftsberuf kenne).

