Fernhafen
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   02.10.2013 | 11:55 Uhr
D. Hafenbande scheint n. d. politischste zu sein, was aber evtl. auch an schlechter Berichterstattung liegt (s. P.S.). Aber mir liegt's Politische - will wenigstens wissen wann ich Steuermilchkuh ständig hier & dahin geführt werde.

Mache also nun zu d. USA nur diesen 1 Thread auf, denn Dinge d. in 1 der wichtigsten Ökonomien der Erde - & bei weitem der mil. mächtigsten Nation - geschehen haben Auswirkungen auch auf uns. Weiß ja inzwischen seit d. gr. Banken-Crash in 2008 jedes Kind.

Warum ich poste: Was momentan in d. US abgeht - "government shutdown" - wird oft v. - insbes. US - Medien oberflächlich berichtet, & es geht m.E. um was Anderes, nämlich d. - letzten? - Großangriff der Tea-Party-Fraktion* auf d. gesamte Republican Partei (oder G.O.P.).

Zur Einstimmung 'n Beitrag v. mir in 'nem ARD-Forum v. kurzem (machte mir dort lange Mühe alles auszuformulieren - hoffe ihr verzeiht mir meine Faulheit hier im FH):
Zitat:Es gibt 2 zusätzliche Infos, die die aktuelle Situation erklären bzw. sie mit auslösten:

"Rollout" von Obamacare: Dies beginnt morgen (!), und erst in den folgenden Tagen wird sich zeigen wie stark es von den Bürgern angenommen wird. Dazu sollte man wissen, dass nur wenige in Frage kommen dafür (ca. 7 Millionen), und dass viele Staaten es durch eigene Regelungen praktisch unmöglich gemacht haben, Obamacare zu erwerben. Wichtig für die Democrats ist, dass ca. ein Drittel der Abnehmer junge Menschen sind - sonst steigen die KV-Beiträge  zu stark, und Abnehmerzahlen werden sinken.

Tea Party: Die Republikaner werden seit einigen Jahren "gehijackt" von einer erz-religiösen/-libertären Minderheit, und beweisen sich als Ganzes zu schwach, denen den Mund zu verbieten. Die Misere begann mit Bush jr., & wird immer schlimmer. Nun zeigt sich die Schwäche eines Wahlrechts, das nur 2 Parteien als Ergebnis erzeugt.
Beides führt zu folgendem Zyklus, d. sich gerade abspielt: Ted Cruz, Tea-Party-Senator v. Texas, hält 'ne endlose Rede vorm Senat ("Senate", 2. Kammer d. Rechtsprechung), um d. Zeitpunkt d. Shutdowns näher zu bringen; Cruz gilt als potenzieller Präs.-Kandidat. Seine Tea-Party-Gruppe will dass d. Shutdown - der ja jetzt wahrhaftig stattfindet - d. Start v. Obamacare behindert bzw. verhindert. Ein Rennen gegen öffentlichen Zuspruch, sobald genug US-Bürger neue billige Krankenversicherungen abschließen & dies gut finden könnten. Darauf wettet wiederum d. Obama-Regierung, spielt also auch auf Zeit.

Derweil ärgern sich immer mehr Nicht-T.P.-Republicans über d. neusten Spielchen v. Cruz & Co.. 'Ne Mehrheit d. US-Bürger macht d. Republicans momentan f. d. Shutdown verantwortlich.

Übernä. Wo. kommt dann noch d. Erhöhung des staatlichen Schuldenmaximums, wo jetzt schon viel v. d. Rede ist. Dies ist d. frechste & potenziell schädlichste Methode, d. d. Reps bisher erfunden haben, Obama & d. Democrats unter Druck zu setzen: Man muss wissen, d. Maximum muss nur dann erhöht werden, wenn aktuelle Schulden erhöht wurden durch neue Gesetze. Letztere Erhöhungen sind also schon v. Parliament ("House", 1. Kammer d. Rechtsprechung) inkl. (!) d. Stimmen n. weniger Reps genehmigt worden; d. gleichen Leut' stimmen nun vorauss. in 10 Tagen gegen d. dann notwendige Erhöhung des Maximums.

Wohl i.d. Annahme, dass d. normalen US-Bürger zu uninformiert sind, diesen Taschenspielertrick zu verstehen. Das probieren d. Reps jetzt schon zum 2. Mal.

P.S.: Hab 'ne Theorie zur Politikverdrossenheit d. letzten Jahre. Da u.a. Zeitungsverlage stark unter Auflagenrückgang leiden, ist's im Interesse einiger Medieninstitutionen plakative Unterschiede zu hypen. Also wird auf politischer & wissenschaftl. Ebene oberflächlicher berichtet, ums Publikum zu involvieren, d.h. gegen alles Mögliche aufzubringen. Also: Angstmache bzw. implizite Hetze f. Profit. Empfehle zzt. besonders kritisches Lesen/Hören aller Nachrichten! Teufel

(* knapp mehr als 1 Zehntel des Repräsentantenhauses v. 435 Abgeordneten)
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Offline Kehrsai
Schreiberling

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   02.10.2013 | 12:09 Uhr
Interessant. Du hast Recht mit deinen Zweifeln an hochgradigen politischen Debatten hier, aber ich lese's durch und schreib jedes Mal "interessant" drunter. :)
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Jon, Kubrickian
Offline phipeger
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   02.10.2013 | 12:37 Uhr
Freut mich, dass dieser Thread aufgemacht wurde - ich verfolge zwar mit Interesse, was die Süddeutsche/Zeit/ARD über das Weltgeschehen schreiben, aber leider sind etwas tiefgreifendere Erläuterungen wie diese hier eher eine Seltenheit.
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Kubrickian
Offline Jon
Hafenentdecker

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   02.10.2013 | 14:48 Uhr
Danke für die weiteren Infos! Als ich gestern in einer Onlinezeitung aufschnappte, dass der US-Haushalt mal eben "Bankrott geht" (hallo?!), war ich ziemlich verblüfft, dass das nicht mit mehr Beleuchterei und Kritik auseinandergenommen wird...


PS: Muss zugeben, dass ich ein bisschen Leseprobleme durch die vielen "d."s und "d. d."s und "v. d."s hatte; inner note: vielleicht mal heimlich einen Abkürzungs-Ausschreiberoboter ins System einprogrammieren... Zwinker  
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Waldkrauz
Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   02.10.2013 | 16:07 Uhr
(02.10.2013 14:48)Jon schrieb:  heimlich einen Abkürzungs-Ausschreiberoboter ins System einprogrammieren... 

D. dann bitte auch Sätze zum Beginn v. 'nem Absatz kapitalisiert. &: Am Ende 'nes Satzes 'nen Punkt setzt! (Oder Ausrufezeichen. Juchu) Teufel

(Geh mal 'n paar Tage in mich ob ich aus Hafenrücksicht d. Artikel/Präpositionen usw. immer aufpumpe...)
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Offline Jon
Hafenentdecker

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   02.10.2013 | 16:23 Uhr
Ne, ne, wollt' gar nicht so sticheln, schreib' ganz wie Du magst, bitte! Daumen hoch! Ich lern' das schon noch fixer im Kopf umzusetzen Engel

In jedem Fall drück' ich die Daumen, dass die US-Amerikaner die Reize einer kostengünstigen, staatlich geförderten Krankenversicherung kennen und schätzen lernen können und alle republikanischen Verzögerungen am End' nicht mehr sind, als eben solche.
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   02.10.2013 | 21:45 Uhr
Hab mich als Kompromiss spontan entschieden, nur noch das "die" mit 'nem Punkt einzupferchen; d.h. "d." gefolgt v. 'nem Leerzeichen bedeutet bei mir ab sofort immer "die". Auch f. Flashverwalter leichter zu programmieren! TeufelZwinker
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   04.10.2013 | 10:50 Uhr
Tagesschau.de zum Ausmaß möglicher Auswirkungen des Nicht-Anhebens des Schuldenmaximums... (in den letzten Absätzen dort)
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   11.10.2013 | 14:05 Uhr
Kurzes Update: Obama hat zum 1. Mal seit langem steigende Beliebtheitswerte, während d. öffentliche Meinung dass d. Republicans ursächlich Shutdown/Schuldenmaximumanhebung verzögern ständig wächst. Letztere sind also langsam aber sicher etwas verzweifelt. Leider stehen viele Rep.-Abgeordnete n. offiziell hinter 'ner Demontage der Teepartygäng(l)er - wohl aber im 1 oder anderen TV-Interview Trotz - daher wird's immer möglicher dass Sprecher Boehner aus Frust zurücktritt. Ein T.P.-Kandidat könnte dann gut folgen; das wäre m.E. f. mehrere Jahre das Ende der G.O.P. "as we know it".

Obamacare verkauft sich übrigens momentan ganz gut, trotz vieler IT-Hindernisse (mal wieder diese Programmierer! Teufel): In Kalifornien z.B. würden - wenn es so weiter geht wie jetzt - nach 1 Monat* mehrere 100 Tausend KV-Verträge abgeschlossen sein. (Quelle: NPR, Morning Edition, heute.)

P.S.: Wer etwas fulminanter erinnert werden will, was Nichtanhebung des Maximums f. d. USA bedeutet, achte auf d. Worte der wirtschaftlichen Expertin 'ner fiktiven US-News-Sendung aus der Serie NEWSROOM in dieser Szene...

(* ca. gegen Ende Okt.)
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   18.10.2013 | 01:27 Uhr
Das vorerstige Ende vom Lied fasst dieser TAGESSCHAU-Online-Kommentar m.E. ganz gut zusammen: Alle außerhalb der Tea-Party-Gruppe empört; sagen, "es muss aufhören," aber d. T.P.-Leute denken m.E. gar nicht daran. Haben's ganze Land gnadenlos* vorgeführt, & sind bereit, es im Feb. wieder zu tun. In der restlichen G.O.P. sieht man momentan kaum 'ne Gegenbewegung d. darin kulminieren könnte d. T.P.'ler mundtot zu machen.

Der Raubbau den Bush jr. - & insbesonders seine Hintermänner: Cheney, Wolfowitz, u.a. - im Namen des "Kriegs gegen den Terrorismus" betrieben hatte bedroht weiter d. G.O.P. & könnte nun zu ihrer Zersplitterung führen.

Zeichnet sich dies deutlich vor der nä. Präsidentenwahl ab wird es d. Stunde v. Hillary Clinton werden... könnte ich mir vorstellen. In den kommenden "mid term"-Wahlen nä. Jahr werden d. Republicans jedenfalls vorauss. ziemlich Federn lassen. D.h. Obama könnte 1-2 Jahre lang 'ne Mehrheit im Senat & im House hinter sich haben. Wenn's so käme könnte er ja jeden Morgen als Andenken eine Tasse schwarzen Tee schlürfen... Afro

(* Um Jobs kann's der T.P. jedenfalls n. gehen - heute meldete NPR, dass in den letzten 3 Jahren fast 1 Million Arbeitsplätze laut Schätzung der Ökonomen in den USA abgebaut wurden... wg. wachsender Investitionsunsicherheit. Also u.a. wg. dem von der T.P. verursachten Herumgeeiere der Regierung & des Staates.)
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   25.10.2013 | 12:03 Uhr
Neues Thema: Dass mit dem aktuellen "#Merkelphone/Handygate"-Aufschrei dieses Missverhalten der US-Geheimdienste vor Obamas Tür gelegt wird ist m.E. zu einfach. Spätestens seit Clinton scheint mir klar dass der Pentagon u.ä. auslandsorientierte Abteilungen der US-Föderation als Machtgruppe einfach 'n "Staat im Staate" geworden sind: Sie bestimmen Militärausgaben, beeinflussen maßgeblich Außenpolitik & behandeln Nicht-US-Bürger - also auch uns' Kanzlerin - wie Menschen 2. Klasse. (Man lese die Bücher bezügl. des neuen US-Imperialismus von Chalmers Johnson.)

US-Präsidenten können theoretisch Einfluss darauf nehmen, sind aber zu abhängig v. "goodwill" der Pentagon-Etc.-Chefs, & folgen eher deren mittelfristigem & langfristigem Rat. So lassen sich jedenfalls Bushs Irak-Invasion & Obamas Drohnen-Exzesse (mit) erklären & wahrscheinlich auch der aktuelle seit Juni laufende Skandal - v. der Kanzlerin übrigens schön kleingeredet vor der Bundeswahl!

Ich erinnere mich dass ich deutlich das Gefühl hatte beim 1. Sehen dieses Fotos zur Ausradierung 'nes gewissen Terroristenchefs dass Obama auch so bange dreinschaut weil sein Ruf als Macher damals in den Staaten davon abhing dass diese Aktion gelingt. Was genau da gemacht wurde & wie mit dem "Chef" umgegangen werden sollte lag m.E. eher n. in seiner Hand - er entschied nur ob's probiert werden sollte oder nicht. Er & Andere werden eben n. immer gefragt wie weit irgendeine militärische Abteilung gehen soll - seit Jahrzehnten.

Bei Obama sehe ich nach all dem Widerstand den er bei Antritt (inkl. Rettung der US-Wirtschaft nach Bush- & Wall-Street-Exzessen), Obamacare & Guantanamo-Auflösung bisher bekam, n. d. Kraft auch noch diesen Missstand zu beheben. Insbes. kann dies kaum der Präsi alleine schaffen!*

P.S.: In aktuellen dt. Berichten wird auf Obiges kaum hingewiesen. In der heutigen TAZ steht in 'nem einzigen Satz am Ende 'nes Nebenartikels - Titel: "Dass Politiker & Bürger im Ausland abgehört werden, stört in den Vereinigten Staaten kaum wen"* - Obama habe dem mexikanischen Außenminister gesteckt, d. Spionage gegen dessen Land n. autorisiert zu haben. Gebannt

(* M.E. der Kern des Problems - d. allgem. US-Bevölkerung interessiert sich politisch n. fürs Ausland. Auf meinen Reisen 'ne Einstellung d. ich außerhalb Europa häufig erlebe.)
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phipeger
Offline Jon
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   26.10.2013 | 00:03 Uhr
Danke für die interessanten Ausführungen. Dass der US-Präsident kein allmächtiger Fähenzieher bei all den einflussreichen Leuten und Behörden ist, das wäre auch so ziemlich meine Vermutung.

Aber, mal dazwischen geworfen, ich muss derzeit ganz schön über Diplomatie die Augen rollen...

Als erstes Statement zur aufgekommenen Vermutung, die NSA könnte Merkel abgehört haben, ließ Außenminister Westerwille verlauten:
[font=Arial, Helvetica, sans-serif]„Das gehört sich nicht, und unter Freunden schon gar nicht, sonst nimmt die Freundschaft Schaden!“[/font]

Ich verstehe, warum sich Vorsicht und Watteformulierungen in der internationalen Politik durchgesetzt haben - ja, warum diese sogar notwendig sind, um nicht immer sofort einen Konflikt hochzubeschwören - aber das ist dann schon so ein Facepalm-Zitat

[Bild: Facepalm_227785.jpg]
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Kubrickian
Offline Kubrickian
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   26.10.2013 | 12:32 Uhr
Zitat:„Das gehört sich nicht, und unter Freunden schon gar nicht, sonst nimmt die Freundschaft Schaden!“
PeinlichJuchu Im Englischen würde man jetzt verlautbaren: "Duh!"

Das Statement ist auch v. dt. Seite ziemlich verlogen. (Dieses Interview las ich erst nach meinem letzten Post oben. Was hab ich gestaunt! Tot) Letztendlich ist's wohl seit den Weltkriegen v. dt. Seite keine Freundschaft (gewesen) sondern egomane Vorsicht/Abhängigkeit. Auf der obersten, also Regierungs-, Ebene interessieren sich d. Deutschen eben auch n. wirklich f. Weltpolitik: "Lass d. USA mal machen - d. wissen schon was sie tun!"
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Offline Kubrickian
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   16.11.2013 | 23:37 Uhr
So "bitter" - Trotz - wie dieser TAGESSCHAU-Bericht klingen momentan fast alle Nachrichten zu Obamas Reform der Krankenversicherungen (KV). Leider wird mal wieder viel Schaum geschlagen - wenn ich das von dem was ich sonst so lese (in Zeitungen wie der NYT) & höre (auf NPR Berlin) berücksichtige: Obama wurde einerseits schlecht beraten - über Zustand der WWW-S/W wurde er bis wenige Tage vor Beginn v. den Machern, also "seinen" Leuten, angelogen - andererseits ist er nach Jahren massiver Medienschelte schon etwas scheuer geworden den US-Bürgern ggü. alle Unannehmlichkeiten* zuzugeben.

Letzteres weil seine politischen Gegner bereit stehen ihn jederzeit medienkräftig anzuschießen. Wenn er den kleinsten Fehler macht. Man stelle sich einfach 'n klassisches Western-Shootout vor... wo ca. 20 Leute m. Gewehren im Anschlag drauf warten dass der 1 dunkelhäutige "lonesome cowboy" v. 'ner im Sand gezogenen Linie abweicht d. er d. Straße entlang geht. Will auch sagen - d. Democrat-Abgeordneten im "House" sind leider n. sehr loyal Obama ggü.. Lassen ihn momentan oft allein.

Ich wag mal folgende Prognose: D. Reform wird langfristig gelingen wenn Obama jetzt n. grundsätzliche Elemente zurücknimmt - dem Druck sich beugend. Irgendwann werden d. meisten Wähler kapieren dass sie es nun besser haben als vorher. Hoffentlich junges Wahlvolk auch denn ohne ihre KV-Abschlüsse ist das neue System mittelfristig n. finanzierbar.

P.S.*: Es wird zzt. ganz furchtbar dolle diskutiert. Ist aber eigentlich eine Lappalie: Weil verschwindend kl. Anteil v. geringverdienenden US-Bürgern m. bestehender wenig-abdeckender KV diese nun gekündigt bekommen hat - weil sie Mindestvorgaben aus den neuen Gesetzen n. entspricht - wird nun 'n Riesenhype darüber gemacht dass Obama das vergessen hatte zu sagen als er vor Inkrafttreten damals meinte, keiner müsse seine alte KV abgeben wenn er nicht wolle. Für wenige Prozent der Betroffenen ist das nun n. der Fall (allerdings bieten d. KV-Anbieter sofort neue KVen an - müssen sie! - d. aber etwas teurer sind). Obama hätte es nur anders formulieren müssen... "Keiner muss mehr als 8% seines Einkommens für 'ne KV ausgeben d. alle wesentlichen Krankheitsbilder abdeckt!" Das wäre für alle wahr gewesen! Ist es noch immer. Er hätte dann noch erwähnen können dass es 'nen gewissen Herrn K. in Deutschland gibt der mehr % des Nettoeinkommens für seine KV bezahlen muss... Tot

P.P.S. (so kurz hätte das vorhergende P.S. sein sollen, denn): M.E. klassischer Fall v. "storm in a teacup", diese angebliche Lüge. Senior
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phipeger
Offline Kubrickian
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   05.11.2014 | 16:24 Uhr
Eigentlich wollte ich nichts förchterlich Politisches mehr im 'Hafen andocken, nur dies noch:

(18.10.2013 01:27)Kubrickian schrieb:  In den kommenden "mid term"-Wahlen nä. Jahr werden d. Republicans jedenfalls vorauss. ziemlich Federn lassen.
Uuups! Trotz Der Verlust der Democrats v. nun beiden "Häusern" (Senat & Parliament) gestern an d. wild opportunistischen Republikaner heißt m.E. nicht zwingend dass Obamas größte Systemänderung - nämlich das viele Leute mehr umfassende Gesundheitssystem, auch "Obamacare" genannt - nun bis zum Ende seiner Amtszeit schon wieder umgestoßen wird. Wenn er standhaft bleibt & sein mächtiges präsidiales Veto einsetzt. Denn eigentlich dürfte es ihm ab heute wirklich egal sein, was heuer d. Wählerschaft v. ihm hält, solange seine "legacy" - d. sich m.E. wirklich sehen lassen kann, trotz aller Fehleinschätzungen seinerseits - intakt bleibt. Mal sehen.
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