Fernhafen
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Offline Jon
Hafenentdecker

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   15.12.2013 | 15:43 Uhr
Naja, das auch nicht. Denn der Film traut sich ja durchaus große Veränderungen - die Elfe Tauriel gab's im Buch gar nicht, wie ich entdecken musste; dazu kommt der Umstand aus meinem letzten Spoilerabsatz oben - aber ich versteh' schon Kubes Einwand, dass ein sprechender Drache jetzt z. B. nicht zu 'nem cool erwachsenen Game-Of-Thrones-Monster ohne Stimme werden kann, wenn's die Vorlage nicht vorsieht.

Anders gesagt: Ich find's auch gut, wenn man ein beliebtes Buch verfilmt und dem im Großen und Ganzen treu bleibt und nicht den Drachen cooler macht als er ursprünglich war, nur um Düsterfilm mögende Kinogänger wie Dich und mich zu begeistern Zwinker

Soll aber auch heißen: Ich find' dennoch, dass der Regisseur die Drachenbegegnung vieeeel schlechter dargestellt hat, als es möglich gewesen wäre. Da bin ich nach wie vor voll auf deiner Seite, Marleneken. Mit ein paar anderen Regie-Entscheidungen hätte man durchaus auch das dem Film eher als dem Buch zugetane Publikum mehr überzeugen können.
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Offline Haarspalter
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   06.01.2014 | 11:53 Uhr
Ich sah kürzlich Der Mandant

Imdb hat mich überzeugt ihn zu sehen, da wurden 7,irgendwas / 10 Punkten gegeben. 

Ein Thriller mit einem coolen downtown Juristen, dargestellt durch Matthew Mc Conaughey (nicht "good wife style" eher einer der die Gangster der Stadt vertritt und dann immer mal von Untergrund-Hilfe profitiert). Er vertritt einen reichen Vorstadt-Erben (Ryan Philippe) der eine Prostituierte zusammengeschlagen haben soll. Der scheinbar einfache Fall entpuppt sich als etwas komplizierter und verzwickter und gemeiner als gedacht. 

Der Film ist schon sehenswert, allerdings hatte ich mir mehr erhofft und denke, man hätte auch mehr rausholen können. Am Ende waren einfach noch zu viele Fragen offen, die nicht offen sein sollten. 


Daher kann ich nur 6 von 10 Punkten geben. 


noch zum Hobbit: 
Ich bin auch etwas enttäuscht, wie sie das dünne (doch recht spannende) Büchlein zu ner Trilogie auseinander gezerrt haben. Als ich den ersten Film sah war ich ganz erstaunt dass es noch einen zweiten Teil gibt und nun nach dem zweiten Teil bin ich fast geschockt, dass es noch einen dritten Teil gibt. 

Schreibt noch jemand was zu "Catching Fire"? Ich hörte er soll besser sein als der erste?
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Offline Jon
Hafenentdecker

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   06.01.2014 | 16:22 Uhr
....:

The Hunger Games - Catching Fire
fand ich wie schon den ersten Teil allein vom Bombast her sehenswert. Das Ganze fühlt sich auch schon mehr wie ein Erwachsenen-SF-Film als wie eine Teenager-Geschichte an. Naja, vielleicht wie beides gekreuzt Scherz Kann mich an den ersten Teil nicht mehr so gut erinnern, hatte ihn aber glaub' ich nicht so gut abgespeichert wie "Catching Fire" Daumen hoch!

Weil ich von Anfang bis Ende sehr gefesselt war, immer verliebter in Jennifer Lawrence bin (wie vermutlich eine Menge Kinogänger und Kinogängerinnen) und die Kostüme wieder der Kracher sind, würde ich 7/10 vergeben. Aaaallerdings, Haarspalter, wenn Du offene Enden nicht magst - fieser als in diesem Mittelstück der Trilogie wird's nicht. Da blendet die Kamera einfach an der spannendsten Stelle überhaupt ab.

PS: Achso, was ich THG aber immer noch nicht vergeben habe - nicht mal eine winzige Würdigung des japanischen Buches "Battle Royale", das die Autorin mit gierigen Händen kopiert hat! Für mich nicht die feine Art.
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Haarspalter
Offline Haarspalter
Schreiberling

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   24.01.2014 | 14:18 Uhr
Ich sah ihn nun auch endlich! Und bin auch begeistert! J-Law ist wirklich super - nicht nur in THG. Im Vergleich zum ersten fand ich manche Szenen ganz schön krass (aber nicht negativ für den Film), das ist wahrsch. dass was Jon mit Erwachsenen-SF-Film meinte. 
Ich gebe 8 von 10 Punkten. 

Noch n kleiner Spaß am Rande: 









"I will do it I will take the ring to Mordor!"


Und dann hab ich noch "Silver Linings" gesehen, wofür J.Lawrence einen Oskar für die beste weibliche Hauptrolle bekommen hat. 
Ein wirklich schöner, sympathischer Film mit awwww-Faktor (emotional, lustig, romantisch, teilweise etwas schräg, auf emotional-romantisch-lustige Weise). Ein leichter Film für zwischendurch, ohne große Anstrengung aber trotzdem ist man danach froh, dass man ihn sah. 
Ich gebe 7,5 von 10 Punkten
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Jon
Offline Calpurnia
Abenteurer

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   02.03.2014 | 00:41 Uhr
"Silver Linings" habe ich kürzlich auch gesehen und war etwas enttäuscht. Fand ihn ziemlich durchschnittlich. 6/10.

Heute wiederum habe ich "Der Adler der neunten Legion" gesehen. Kam mir irgendwie vor wie ein Western, wo die Cowboys Sandalen tragen ... viel Kampf, bisschen Pathos, das war's. 4/10.
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   06.03.2014 | 01:38 Uhr
Ich fand S.L. wunderbar! Dieses "Riesen"-Ende weniger als der Stotteranfang - grandios gespielt! Konnte mich n. daran satt sehen... Rate_5 Der interne Jennifer-Lawrence-Fan-Index steigt stetig an. Liebe
Wer Thriller der letzten 3-4 Jahrzehnte im Kino verfolgt hat ist an der Figur Jack Ryan n. vorbei gekommen; d. bekannteste - & beste? - Verfilmung der v. Tom Clancy erfundenen Romanfigur ist sicherlich Jagd auf Roter Oktober. Nun wurde d. J.R.-Story gerade rebootet m. J.R.: Shadow Recruit, m. Chris Pine - dem neuen "Käpt'n Kirk" - in der Hauptrolle. Keira Knightley spielt sehenswert seine Verlobte, d. Ärztin Cathy Muller. Kenneth Branagh führte Regie & spielt den Antagonisten - 'nen russischen Milliardär m. 'nem schlimmen Plan.


(Wikipedia-Bild)
Mir gefiel der Film gut. Er war n. perfekt - dafür ging er letztendlich 'n wenig zu schlampig um m. seinen Konzepten & m. der im Film gezeigten offensichtlichen Blöße d. sich d. USA in ihrem Umgang m. Geld & ihren Staatsanleihen geben. Aber es gab einigermaßen mitreißende Spannung zw. Pine & Knightley - inkl. 'ner erweiterten Rolle f. d. Dame an der Seite des Helden ggü. den Romanen - & Branagh war 'n glaubwürdiger nationalistisches Ekel... Es gibt 'ne Szene in der er d. Freundin des Widersachers ansieht & man ca. 5 Sekunden lang sein Gesicht in der Totale sieht, es ändert sich so gut wie nichts, trotzdem wird klar dass er v. Bewunderung ihrer Person zur Verachtung schaltet in diesen Sekunden - großartig!

Man sehe sich also den Film ruhig mal an & achte auf viele spitzfindigen Dialoge! Hoffen wir dass weitere Filme in der Reihe sich wieder näher den Stoffen aus den Romanen widmen; 's gibt ja eh noch genug das nie verfilmt wurde...

Vergebe also 'ne Rate_4...

P.S.: Dies ist d. 1. Verfilmung 'nes Clancy-Stoffs nach seinem Tod letzten Oktober. Sein Buch "Without Remorse" ist wohl als nä. dran - im Original kommt Ryan allerdings nur am Rande vor.
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Offline Jon
Hafenentdecker

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   06.03.2014 | 18:32 Uhr
Zitat:Der interne Jennifer-Lawrence-Fan-Index steigt stetig an.
Aaaaber hallo, genau so geht es mir auch! Hab' aber mittlerweile schon völliges Schmacht-Level erreicht (z. B. dank ihrer süß unverstellten Interviewrunde nach ihrem Oscar-Gewinn 2013)...

Bleiben wir beim Thema, denn in Vorbereitung der Oscarnacht letztes Wochenende zog ich mir "American Hustle", mit Lawrence in oscarnominierter Nebenrolle, rein.
Mein Daumen geht hoch für Kostüme, Cinematographie, Humor, schauspielerische Leistungen aller fünf Hauptcharaktere --- allerdings auch stark runter für einige zäääähe Längen durch den ganzen Film hinweg. Mehr als Rate_3 springt leider nicht raus, aber wer stylische 60er-Jahre-Gangsterkomödien mag, könnte mal reinschauen!
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Kubrickian
Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   10.03.2014 | 19:28 Uhr

(Wikipedia-Bild)
Der Wolf of Wall Street ist 'n Wahnsinnsritt v. Film! Scorsese macht immer öfter exzessive Filme. Wobei ich neuerdings das Gefühl habe er testet u.a. auch was man im Kino so zeigen darf - bei Casino waren es Brutalitätsgrenzen, hier Softpornogrenzen. Gebannt

Der Film ist d. massivste Abrechnung m. dem Börsenmaklergeschäft d. ich je gesehen habe. Stones Klassiker Wall Street ist furchtbar lieb dagegen.

Gleich anfangs fällt der Satz "Keiner weiß wann 'ne Aktie nach oben oder nach unten geht" - wird also festgelegt: Es geht nur um endlose Varianten des Bescheißens. Keine Spur v. Ehre in dem Beruf! Frage In der 1. Filmhälfte macht das auch fast schon Spaß wie der Protagonist - der "Wolf" - immer neue Wege findet seine Marge zu vergrößern. DiCaprio zeigt auch 'ne Unmenge Begeisterung in der Rolle zu diesem Zeitpunkt. Alle werden geschröpft - das ist so urig - aber auch selbstverständlich...

Dann bleibt einem aber das Juchzen im Halse stecken als er abstürzt. D. Wende ist als er - so extrem zugedröhnt dass
er nur noch schildkrötenschnell krabbeln kann
- versucht nach Hause zu fahren kurz nachdem er hört dass
das FBI kurz davor ist ihn zu verhaften
. Danach wird es immer schlimmer - & schlimmer... Am Ende
steht jahrelange Haft & endloses Zurückzahlen v. Schulden der v. ihm & seinen Jüngern Betrogenen
.

Großartige Wumme 'nes exzessiven Verkäuferlebens ohne jegliche Moral! Schock Aber ging mir doch hier & da zu weit. Bzw. war mir zu "nah" dran am menschenverachtenden Leben der Superreichen. Daher: Rate_4

P.S.: Auch kurz vorm Ende tritt laut Wikipedia übrigens kurz der echte Ex-"Wolf" auf - er ist der Ansager in dem neuseeländischen Kaff wo der gefallene Blender dann 'n Verkaufsseminar abhält.
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Jon
Offline Jon
Hafenentdecker

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   10.03.2014 | 20:23 Uhr
Uhh, Spoileralarm (vielleicht kleinen Spoilertag vor "Am Ende?) Froh

Ich persönlich gerate aber eh bei überlangen Scorsese-Machwerken (in denen zweifelsohne viel Meisterhaftigkeit steckt) nicht allzu schnell in Verlegenheit, sie mir anzusehen.

Deine Eindrücke waren dennoch lesenswert! Daumen hoch!
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   10.03.2014 | 23:29 Uhr
Nee - das m. dem echten Belford als Cameo ist 'ne ganz unwichtige Szene... Spoilere bitte du - o Walter - wenn du meinst. (Danke!) [Late edit: Ach so... du meintest das 1. "Am Ende" - Ok jebongt! (Sorry!)]

Öhm - längere Sachen kann mann sich aber doch in fortgeschrittenerem Alter inzwischen mal zumuten. Oder? Teufel

Außerdem: In 'nen kaum gewalttätigen Nicht-Horror-Film wo Leute aus pietätischem Ekel mitten in der Vorstellung 'raus gehen - auch inne BRD! Juchu - gehe ich aus Prinzip hinein! Zwinker
.
[]
[°°]
[Kube]
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Offline Jon
Hafenentdecker

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   11.03.2014 | 00:12 Uhr
Zitat:Außerdem: In 'nen kaum gewalttätigen Nicht-Horror-Film wo Leute aus pietätischem Ekel mitten in der Vorstellung 'raus gehen - auch inne BRD! Juchu - gehe ich aus Prinzip hinein! Zwinker
GrinsendDaumen hoch!
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Kubrickian
Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   06.04.2014 | 22:56 Uhr
Drei Sichtungen am Wochenende (2 auf DVD, also schon etwas älter, 1 - mittig - im Kino):

1. Liberace - zuviel des Guten ist wundervoll
Was für ein Typ! Klaviertalentiert - aber v.a. 'n Mensch der anderen Menschen das an Überkitsch bietet was sie offensichtlich sehen wollen! Der Film wird gezeigt aus der Sicht seines langjährigen Liebhabers Scott Thorsen - 'n "country bumpkin" der aber in Liberaces L.A. schnell "reift" & abbrüht. Dann auch den korrupten Kern des superreichen Entertainers immer näher kennen lernt. Dieser tut was er will & das in den prüden - & für Schwule teils lebensgefährlichen - 70ern & 80ern!

Interessant finde ich dass 'ne Tendenz zu bemerken ist in der männliche US-Schauspieler es inzwischen als Feder in ihrer Schauspielkarrierekappe ansehen 'ne andersgeschlechtliche Rolle in 'nem Mainstream-Film bzw. 'ner solchen Serie zu spielen. Wo es dann auch relativ "viel" hautnah Erotisches zu sehen geben muss in mindestens 1 Szene. So 'n wenig wie als jede bekannte Schauspielerin mindestens 1 halbnackte Sexszenenkerbe in der Hollywoodschaukel haben musste vor n. all zu langer Zeit. Douglas - als "Lee" - & Damon schaffen das jedenfalls bravourös. Daumen hoch!

2. Grand Budapest Hotel
Der Macher v. Fantastic Mr. Fox hat nun 'nen weiteren Märchenfilm m. sehr ähnlicher Machart - ich nenn's mal den Papierausklappbuch-Stil, d. Bauten/Takes zu konstruieren, hier natürlich ohne Puppen - geschaffen wie 'ne feine Tortenschachtel. (Feinste Törtchen in Schachteln kommen dauernd im Film vor!) Das Hotel sieht wie so 'ne Schachtel aus in den Fantasie-30ern in dem der größte Teil der Geschichte spielt. Aber diese pink-purpurne Pracht ist - wie wir lernen - nur 'n Effekt des damalig grandiosen Concierges. Der allerlei erstaunliche Abenteuer erlebt - ganz ähnlich dem Herrn Fuchs.

Nur dass diesmal der ganze Film auch wiederum 'ne Tortenschachtel ist. Die wir im Kino nur von außen bewundert haben... Denn wir lernen im Abspann dass es 'ne Hommage an d. Geschichten Stefan Zweigs sei! (Deshalb kommen wohl auch so viele dt. Namen & Begriffe im Film vor! Juchu) Den ich bisher kaum las - nur Schachnovelle - & nun mal nachholen müsste. Mir dann danach den Film nochmal ansehen sollte. Boxes within boxes...

Sehenswert!

3. Für Hund & Katz ist auch noch Platz
Coole kurze Verfilmung 'nes gleichnamigen Kinderbuches der Grüffelo-Erfinderin. Tolles einfaches Märchen m. erinnerungswürdigen Bremeresenreitenden Luftmusikanten & 'ner sehr emanzipiert-lebensfrohen (jungen!) Hexe!

Alles Gesprochene ist gereimt - m. wirksamen langen Pausen... Hab ich so - gelungen - im Film noch nie erlebt! Schock Liebe

Die Briten machen m.E. en gros d. besten Kinderbücher - seit vielen Jahrzehnten. Hier mal wieder 'ne würdige Filmumsetzung 1 solchen Buches! Sonne
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Offline Jon
Hafenentdecker

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   06.04.2014 | 23:33 Uhr
Zitat:2. Grand Budapest Hotel
Beim zweiten Sehen empfehle ich auch nochmal, auf die ganzen realen Kulissen zu achten, der Film ist nämlich ausschließlich in Görlitz (!) gedreht, dem kleinen ostsächsischen Städtchen, in dem ich einen Großteil meiner Jugend verbracht habe.

Auf Youtube findet sich auch ein kleiner, netter Clip, in dem die Stars des Films dem historischen Kleinod Tribut zollen und sich Bill Murray eine Wurst gönnt...


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Kubrickian
Offline Jon
Hafenentdecker

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   13.04.2014 | 16:38 Uhr
Ich hab' in den letzten Tagen auch endlich mal wieder dem guten, alten Filmabend gefröhnt. Weil dabei einige Eindrücke zusammen gekommen sind, benutze ich die neue Kurzrezensions-Formatierung! Zwinker


Mama
Von Guillermo Del Toro produziertes Horrormädchen über zwei verwahrloste Mädchen aus dem Wald und ihre unsichtbare Beschützerin
Pro-Punkte Allzu oft weiß ich mit Kinderschauspielern wenig anzufangen, weil sie nicht genug Glaubwürdigkeit mitbringen - ganz anders "Mama", die beiden Mädchen stehlen die Show...
...aber auch Jessica Chastain spielt toll
Del-Toro-eskes Gruseldesign lieb' ich einfach
Nicht selbstverständlich im Horror-Genre: Das Schicksal der Figuren berührt
Contra-PunkteDass sich der Film oft unsicher ist, ob er Schreckschocker oder kunstvolles Spukmärchen sein will, macht beim Zusehen konfus
Einige zu dick aufgetragene Effekte
Mit genug Schrecktoleranz sehenswerte und berührende Schauerfabel


The Conjuring
Nochmal Horror, diesmal von "Saw"-Veteran James Wan
Pro-Punkte Vera Farmiga!!
Sympathische Helden
Treffsichere Schockerszenen
Contra-PunkteLeider wird's zum Ende hin ein bisschen doof und, naja, billig
Exemplarischer kann einem das Genre "Jungfamilie in 'nem großen, alten, bessenenen Gutshaus" nicht präsentiert werden - doch wer Neues erwartet, wird enttäuscht


August Osage County
Ensemble-Familiendrama mit Meryl Streep als herrischer Matriarchin und Julia Roberts als eine ihrer genervten Töchter
Pro-Punkte Ich finde, besser spielte Ms. Roberts selten
Allgemein lebt der Film, in dem eigentlich ununterbrochen die Zerrüttetheit der Familie in Dialogen zerkaut wird, besonders von dem tollen Cast, zu dem auch Abigail Breslin, Benedict Cumberbatch und Juliette Lewis zählen
Contra-PunkteFür dysfunktionale Clans in den Südstaaten sollte man ein Faible haben
Ich hab' mich nicht gelangweilt, muss die ganze Disharmonie aber nicht nochmal sehen
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Offline Kubrickian
Wortkapitän

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   19.04.2014 | 00:36 Uhr
Bin eben aus dem Kino 'raus & janz platt... noch 'n großer technisch-spekulativer Film - im 2. Jahr in Folge! Her muss man gesehen haben!

Ich schrieb woanders (hier grob/reduziert übersetzt):
Zitat:In einer stylistisch gekonnten "future retro" Welt, wahrscheinlich irgendwo in einem zukünftigen Asien, konstruiert der Film eine Serie von Stichen des Zuschauergehirns dazu, wie es solchen ersten Kontakt mit einer K.I. handhaben würde, was die philosphischen Folgen sein könnten & wie Privatsphäre dadurch redefiniert werden würde. [..]

Von einigen technischen Unwahrscheinlichkeiten abgesehen finde ich auch die Lösung des Drehbuchs dazu, wie alles enden muss, cool. Beim Zen Buddhismus geht es v.a. um die "Räume zwischendrin", dahin zu gehen wo es keinen Fokus mehr gibt, auch nicht einen alltäglichen.

Mein Fazit: Nicht diese sozial kluge und auf so vielen Ebenen innovative Spekulation darüber, wie eine K.I.-"Singularität", würde sie dann wirklich mal zustande kommen, handeln könnte, verpassen - sie schwebt fort auf sommerig romantischen Winden...


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